Klausurtagung des Vorstands der Kreishandwerkerschaft Kassel im Kloster Haydau

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Spannen sich fürs Handwerk ein: (v. li.) Uwe Loth, Ferdinand Fehr, Alexandra Kaske-Diekmann, Dr. Norbert Wett, Georg Wolf, Friedrich Brauner, Bernd P. Doose, Marius Jung und Johannes Schwarz.

28 nordhessische Fachinnungen sind sich einig: mehr junge Handwerker in die Gremien.

Region. Für zwei Tage dem Alltag entfliehen und sich in aller Ruhe den Schwerpunktthemen der Kreishandwerkerschaft Kassel (KH) widmen – das war im vergangenen Jahr das Ziel einer Klausurtagung des KH-Vorstands im Tagungszentrum Kloster Haydau. Das Ambiente und die Arbeitsintensität überzeugten die Teilnehmer, so dass man in diesem Frühjahr wieder in Morschen zusammen kam. In Klausur ging Kreishandwerksmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann zusammen mit weiteren ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vorstandes – den stellvertretenden Kreishandwerksmeistern Friedrich Brauner, Johannes Schwarz und Georg Wolf sowie den Beisitzern Bernd P. Doose, Uwe Loth und Ferdinand Fehr – sowie KH -Geschäftsführer Dr. Norbert Wett und dessen Stellvertreter Marius Jung. Die Teilnehmer hatten sich ein umfangreiches Programm vorgenommen: Nach einem kurzen Rückblick auf das zurückliegende Geschäftsjahr blickte man in „Richtung 2019“, erörterte mögliche Aktionen und konnte auch schon eine Reihe von Aktivitäten terminieren, die die Belange des Handwerks in der Öffentlichkeit verdeutlichen sollen. Einen Themenschwerpunkt bildeten auch in diesem Jahr die Herausforderungen, denen sich die Kreishandwerkerschaft als Zusammenschluss von derzeit 28 nordhessischen Fachinnungen aktuell und in der nahen Zukunft stellen muss.

Werben für eine Ausbildung in einem Handwerksberuf

Ganz oben auf der Agenda: Die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Innungsbetriebe, denn den Kampf um die besten Köpfe will die Kreishandwerkerschaft nicht so ohne weiteres aufgeben. „Der demografische Befund schlägt auf alle Stellen durch", erklärt Johannes Schwarz. „Es wird überall schwieriger, Fachkräfte zu finden." Also wirbt die KH in Schulen, auf Messen, auf Veranstaltungen für potentielle Studienabbrecher sowie auch bei europäischen Ausbildungsorganisationen. Ein gelungenes Beispiel, wie man Ausbildungsplatzsuchende und Anbieter zusammen bringen kann, ist die im vergangenen Herbst erstmals erschienene KH-Broschüre „Ausbildungsplätze Region Kassel“, in der Handwerksbetriebe ihre unbesetzten Ausbildungsplätze auflisten und Schulabgänger gleichzeitig einen aktuellen Überblick über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Handwerk erhalten.

Der Vorstand will zudem den Handwerkernachwuchs und junge Betriebsinhaber ansprechen, sich in den Innungen und den Organisationen der KH zu engagieren. Johannes Schwarz: „Wir brauchen mehr junge engagierte Handwerker, die ihre Kompetenz in die Innungen oder beispielsweise in die Prüfungsausschüsse einbringen.“ Verstärkt will man auch Betriebsinhaber ansprechen, die nicht in einer Innung sind. „Wir werden ihnen noch stärker verdeutlichen, dass die Mitgliedschaft in einer Innung für den Handwerker mit einer Reihe von Vorteilen verbunden ist“, so Bernd P. Doose.

Weitere Themen auf der Agenda waren die unaufhaltsame Digitalisierung im Handwerk, die erdrückende Bürokratisierung durch immer neue Vorgaben seitens der EU- und der deutschen Behörden sowie die Dieselproblematik, „wobei hier in der bundesweiten Diskussion zur Zeit eine gewisse Entspannung eingetreten ist“, bestätigt Georg Wolf.

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