Klausurtagung des Vorstands der Kreishandwerkerschaft Kassel im Kloster Haydau

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Klausurtagung Vorstand Kreishandwerkerschaft - v. li. Johannes Schwarz, Dr. Norbert Wett, Marius Jung, Georg Wolf, Friedrich Brauner, Alexandra Kaske-Diekmann, Ferdinand Fehr und Bernd P. Doose

Auf der Agenda: die Digitalisierung im Handwerk und Mitgliedergewinnung für die Innungen.

Kassel/Morschen. Von den Zisterzienserinnen im Jahr 1235 gegründet, hat sich das Kloster Haydau in der Gegenwart zu einem Tagungszentrum in einem besonderen Ambiente entwickelt. Hier findet man Tradition und Innovation, sind Bodenständigkeit und Weltoffenheit miteinander verbunden. „Also genau der richtige Ort, um sich mal für zwei Tage aus dem alltäglichen Geschäften zurück zu ziehen und sich in aller Ruhe den Schwerpunktthemen der Kreishandwerkerschaft Kassel zu widmen“, so Kreishandwerksmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann. Sie traf sich zusammen mit weiteren ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vorstandes zu einer Klausurtagung im Kloster Haydau. Mit dabei waren auch Geschäftsführer Dr. Norbert Wett und der stellvertretende Geschäftsführer Marius Jung. Die Teilnehmer hatten sich ein umfangreiches Programm vorgenommen: Nach einem Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten der Kreishandwerkerschaft in den zurückliegenden Jahren standen die Herausforderungen im Mittelpunkt, denen sich die KH als Zusammenschluss von derzeit 28 nordhessischen Fachinnungen gegenwärtig und auch in der nahen Zukunft stellen muss. So zum Beispiel beim Thema Mitgliedergewinnung.

Vorteile einer Mitgliedschaft

„Wir werden noch viel deutlicher heraus stellen, dass die Mitgliedschaft in einer Innung für den Handwerker mit einer Reihe von Vorteilen verbunden ist“, so Alexandra Kaske-Diekmann. Das reicht von der Übernahme steuerlicher Angelegenheiten durch die Buchstelle über kostenlose arbeitsrechtliche Vertretung und Hilfestellungen für die Betriebe im alltäglichen Geschäft bis hin zu Einkaufsvorteilen und anderen exklusiven Serviceleistungen. Der Vorstand will zudem gerade den Handwerkernachwuchs und junge Betriebsinhaber ansprechen, sich in den Innungen und den Organisationen der KH zu engagieren. Johannes Schwarz: „Wir brauchen mehr junge engagierte Handwerker, die ihre Kompetenz in die Innungen oder beispielsweise in die Prüfungsausschüsse einbringen.“

Digitale Werkzeuge

Doch nicht nur organisationsinterne Sachfragen standen auf der Agenda, der Vorstand diskutierte auch ausführlich über externe Einflussfaktoren, die auf die Handwerksbetriebe und damit auch auf die KH zukommen. Stichwort Digitalisierung! Georg Wolf: „Dass das Handwerk mit seinen Werkzeugen meisterhaft umzugehen weiß, trifft auch im digitalen Zeitalter zu“. Mobile Apps sind zwischenzeitlich in den Bau- und Ausbauhandwerken unverzichtbare Werkzeuge für Aufmaß und Beratung beim Kunden. Computer Aided Design (CAD) und Computer Aided Manufacturing (CAM) sind in den Metallhandwerken ebenso selbstverständlich anzutreffen wie z.B. in Tischlereien. Mehr als jeder fünfte Betriebsinhaber im Handwerk betrachtet die Digitalisierung als Chance, nur knapp jeder Zwanzigste als Risiko. Mehr als ein Fünftel attestiert der Digitalisierung eine hohe Bedeutung für das eigene Geschäftsfeld. Die unternehmerische Herausforderung besteht darin zu erkennen, welche neuen digitalen Instrumente angesichts der jeweiligen branchen- und unternehmensspezifischen Gegebenheiten und der absehbaren Entwicklungslinien eine sinnvolle und auch wirtschaftlich nutzbare Investition sein können. „Hier kann die Kreishandwerkerschaft helfen.“ Für Gesprächsstoff sorgte auch die neue Werbekampagne des Deutschen Handwerkskammertag: Angelehnt an das Western-Genre erzählt das Handwerk in einem neuen TV-Spot die Geschichte eines erfüllten Arbeitstags. Er gibt die filmische Antwort auf die Kampagnen-Leitfrage „Und? Was hast du heute gemacht?“, mit der das Handwerk die Maßstäbe beruflicher Erfüllung hinterfragt.

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