Knockout: Mario Jassmann verteidigt erfolgreich seinen Titel

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Den Titel verteidigt, jetzt will Profiboxer Mario Jassmann das „Projekt Europameisterschaft“ angehen.
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Die Ruhe selbst – Mario Jassmann (r.) und sein Trainer Kai Kurzawa (li.) bei den Vorbereitungen zum Titelfight.
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Die Anspannung ist ihm ins Gesicht geschrieben: Vater Reinhard Jassmann verfolgt den Auftritt seines Sohnes.
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Boxfan Max – hier mit Mutter Kati – war extra aus Düsseldorf angereist, um Mario anzufeuern.
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Box-Nacht in Wolfhagen: Mario Jassmann bei seiner Titelverteidigung

Am Samstag stand der Korbacher Mario Jassmann im Ring, um seinen Titel als Internationaler Deutscher Meister im Mittelgewicht zu verteidigen.

Wolfhagen. Super Stimmung im Saal, neun Kampfpaarungen von hoher Qualität, kein „Fallobst“ und dazu noch ein Titelfight – nach sechs Jahren fand am vergangenen Samstag wieder ein Boxabend in Wolfhagen statt. Bereits um 18 Uhr öffneten sich die Türen der Stadthalle, der Saal füllte sich direkt mit vielen boxbegeisterten Fans. Natürlich kamen die Zuschauer vor allem, um den Korbacher Mario Jassmann bei seiner Titelverteidigung anzufeuern. Doch bis es soweit war, erlebten die Fans noch eine Reihe anderer Kämpfe.

Pinke Boxhandschuhe für die Damen

Darunter auch das Duell der beiden Federgewichtlerinnen Anja Jankovic aus Bosnien-Herzegowina und der Französin Marina Sakharov, das letztere nach vier Runden á zwei Minuten für sich entscheiden konnte. Nach dem Kampf betrat der frühere Boxer und Vater von Mario Jassmann, Reinhard Jassmann, den Ring und überreichte beiden Kämpferinnen zwei kleine pinke Boxhandschuhe. „Als Dankeschön und Ehrung für den großartigen Kampf“. Danach war der Gudensberger Özcan Cetinkaya dran. Er machte mit seinem Gegner Haris Radmilovic kurzen Prozess. Nach einem Leberhaken in der zweiten Runde stand der Sieg für Cetinkaya durch technisches K.o. fest. Die Halle kochte und bejubelte den schnellen Sieg des ersten Lokalmatadoren.

Dann war es endlich soweit, der Hauptkampf stand an. Beim Einzug des Titelverteidigers erhob sich das Publikum, um „ihren Mario“ mit Standding Ovations zu feiern. Mit auf seinen Sieg fieberten auch der Wolfhager Axel Sator, der trotz eines gebrochenen Mittelfußes zum Event gekommen war und der junge Max, der zusammen mit seiner Familie extra aus Düsseldorf anreiste, um den Titelverteidiger anzufeuern. Der bekam es mit dem erfahrenen Georgier Paata Varduashvili zu tun (34 Siege, 16 Niederlagen, zwei Remis, 27 K.o.’s). Der Kampf in den ersten Runden war ausgeglichen. Mario Jassmann ließ sich zu sehr in die Nahdistanz drängen, kassierte sogar einige Aufwärtshaken. Angespannte Stimmung in der Halle, zu diesem Zeitpunkt hätte man eine Stecknadel fallen hören können.

Aber ab Runde 3 hielt es die Fans nicht mehr zurück. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen befreite sich der Titelverteidiger immer mehr aus der Umklammerung, erhöhte das Tempo und ergriff die Initiative. Mit präzisen Körpertreffern zermürbte er den Georgier, der erstmals in der fünften Runde angezählt wurde, weitere Treffer kassierte und – nachdem er in der sechsten Runde gleich zweimal angezählt worden war – aufgab. Papa Reinhard stürmte in den Ring und gratulierte voller Stolz seinem Sohn. „Ich bin total zufrieden und glücklich“, so Mario Jassmann nach dem Sieg, „meine Taktik ist voll aufgegangen. Anschließend dankte er allen Fans für ihre „lautstarke Unterstützung“.

Zusammen mit den Fans freute sich Enrico Schütze, Promoter des Veranstalters PSP-Boxing über den gelungenen Abend. Im Vorfeld habe er sich viele Gedanken um das Niveau der einzelnen Kämpfer gemacht. Mit der Auswahl für den Abend in Wolfhagen ist er zufrieden: „Die Stimmung im Saal war hervorragend und wir haben viele tolle Duelle gesehen“. Auch die Größe der Wolfhager Stadthalle sagt ihm zu. „Die ganze Veranstaltung wird viel persönlicher, wenn man sie in einer kleineren Halle ausrichtet.“

„Es hat Spaß gemacht, vor allem der Sieg“, bestätigte auch der kleine Superfan Max. Er war komplett aus dem Häuschen, als er danach noch ein Foto mit Mario Jassmann machen durfte. Sein Vater Maik zeigte sich ebenfalls begeistert von der Veranstaltung. „Ich wünsche mir weitere solcher Abende in Wolfhagen, wir kommen dann wieder aus Düsseldorf.“ 

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