GEW kritisiert lascheren Corona-Schutz-Regeln an Schulen im Landkreis

Die wechselnden Vorgaben des Kulturministeriums sind für die Mitglieder nicht nachvollziehbar

Kassel. Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen hatten Stadt und Landkreis Kassel letzte Woche die Stufe 2 der Planungsszenarien des Kultusministeriums für die Jahrgänge 5-8 sowie die Stufe 3 ab Jahrgang 9 ausgelöst. Doch am Sonntag wurde verkündet, dass es kurzfristig schwächere, landeseinheitliche Regelungen geben werde.

Darüber sind die Mitglieder der GEW Kassel (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im DGB GEW-Kreisverband Kassel-Land entsetzt.   

Sie fordern aufgrund der dramatisch steigenden Zahlen die Einleitung der Stufe drei (Wechselmodell Präsenz- und Distanzunterricht, damit kleinere Lerngruppen beschult werden und somit die Einhaltung von Mindestabstandsregelungen auch im Klassenraum möglich sind) und kritisieren die wechselnden Vorgaben des Kulturministeriums: Die nun wegfallende Entzerrung des Busverkehrs, die durch den Schulträger zunächst vorgesehen wurde und nun nicht mehr möglich erscheint (Schüler-Beförderungszahlen bleiben auf Vor-Corona-Niveau), erhöht in unverantwortlicher Weise die Gefährdung der Bevölkerung!

Weiter schreiben die Mitglieder in einer Pressemitteilung: Die Praxis der sich kurzfristig ändernden Vorgaben seitens des Kultusministeriums ist uns nicht nur seit Beginn der Krise bekannt. Vor den Sommerferien wurden die Schulen regelmäßig erst am Freitagnachmittag über ab Montag umzusetzende Regelungen informiert, was einen hohen organisatorischen Aufwand für die Schulleitungen und das pädagogische Personal mit sich brachte. In diesem Fall jedoch schlägt es dem Fass den Boden aus: Vor zwei Tagen wurden Rahmenbedingungen veröffentlicht, die die Schulträger zum Handeln bewegt haben, nun, zwei Tage später bei etwa gleichen Rahmenbedingungen, wird alle Arbeit konterkariert, die die Schulträger investiert hatten – sämtliche fürsorglichen, verantwortlichen Regelungen werden durch die schwächeren landesweiten Vorgaben vom Tisch gewischt. So kann man nicht mit Kommunen, Landkreisen, Schulleitungen und Arbeit investierenden Menschen umgehen! Wir fordern nun hessenweit die Einleitung der Stufe drei des Hygienekonzepts des Kultusministeriums! Dadurch wird auch im Klassenraum der Grad an Schutz der Beteiligten ermöglicht, der auch sonst im öffentlichen Raum gilt (Mindestabstand 1,5m, Maskenpflicht).

Rubriklistenbild: © dpa

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