Landkreis-Kassel CDU fordert ganzjährige Jagd auf Waschbären 

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Waschbären können gut schwimmen, geschickt klettern und mit ihren schmalen Tatzen selbst in Baumhöhlen nach Nestern greifen. Natürliche Feinde haben sie nicht.

Die hohe Population in Nordhessen schädige Vögel und andere Tierarten, sowie Häuser und Gebäude.

Landkreis „Die Waschbären mögen niedlich aussehen, aber die hohe Population in Nordhessen schädigt Vögel und andere Tierarten, sowie Häuser und Gebäude in befriedeten Bereichen. Die CDU Kreistagsfraktion Kassel-Land stimmt mit der Europäischen Kommission weitgehend überein, die die Wasch-bären als invasive und damit unerwünschte Art in 2016 eingestuft hat“, erklärt Erich Schaumburg, Fraktionssprecher für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, und fordert daher konsequent die Schonzeit der Bejagung von Waschbären aufzuheben, also die bestandsregulierende Jagd ganzjährig zuzulassen.

Schonfristaufhebung wie in der Rhön

Schaumburg weiter: „Jetzt brauchen wir auch in Nordhessen, in Stadt und Landkreis Kassel stärkere Bejagungsmöglichkeiten. In der Jagdsaison 2015/16 sind nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes mit rund 128.000 Exemplaren so viele Waschbären wie noch nie von Jägern erlegt worden. In der Rhön gibt es bereits eine Aufhebung der Schonfrist, das brauchen wir für Stadt und Landkreis Kassel auch“, fordert Schaumburg gegenüber der zuständigen hessischen Umwelt und Landwirtschaftsministerin Hinz.

Räuber bedroht Nester und Jungtiere 

„Der Waschbär bereitet Probleme – insbesondere auch in Stadt und Landkreis Kassel, weil er sich etwa über Nester gefährdeter Vögel und über Jungtiere hermacht. Zudem können sie gut schwimmen, geschickt klettern und mit ihren schmalen Tatzen selbst in Baumhöhlen nach Nestern greifen. Natürliche Feinde hat er nicht. Wenn der Rückgang von Singvögeln und von Bo-denbrütern beobachtet wird, ist in Stadt und Landkreis Kassel ein wesentlicher Punkt die stark gewachsene Waschbär Population“, so Schaumburg, der sich dagegen verwehrt, dies der örtlichen Landwirtschaft in die Schuhe zu schieben.

„Freilaufende Hunde, aber insbesondere invasive Arten wie der Waschbär und Marderhund, sind wichtige Ansatzpunkte, um hier etwas für den Artenschutz zu tun“, so Schaumburg.

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