Landwirte packen in der Not mit an

Mit Allem, was rollte und nützlich war, wurde der Schnee zusammengeschoben und abtransportiert.
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Mit Allem, was rollte und nützlich war, wurde der Schnee zusammengeschoben und abtransportiert.

Drei Tage kümmerten sie sich unermüdlich mit darum, den Schneemassen in Grebenstein Herr zu werden.

Grebenstein. Am vergangenen Wochenende und zu Anfang dieser Woche hatte nicht nur Nordhessen mit historischen Schneefällen zu kämpfen. Landauf und landab konnte man die verheerenden Auswirkungen beobachten. Der öffentliche Nahverkehr war und ist zum Teil noch zusammengebrochen. In engen Straßen türmten sich Schneemassen auf, die ein Durchkommen unmöglich machten. Die Winterdienste kamen an ihre Grenzen, so auch die Mitarbeiterin und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs Grebenstein.

Schnell war klar, dass man in der sehr engen historischen Altstadt Unterstützung benötigt. Aber nicht nur dort, sondern mehr oder weniger im ganzen Stadtgebiet. „Nach einer ersten Lageeinschätzung war sofort zu erkennen, dass anderweitige Hilfe gebraucht wurde“, berichtet Bürgermeister Danny Sutor. Da kamen die Grebensteiner Landwirte ins Spiel. Es gab bereits von Einzelnen Hilfsangebote. Um alles besser koordinieren zu können, wurde der Kontakt über die Ortslandwirte aufgenommen. Und es zeigt sich: auf die Grebensteiner Landwirte ist Verlass!

Von Montag bis teilweise Mittwoch kümmerten sie sich unermüdlich gemeinsam mit den Mitarbeitern des Bauhofs darum, den Schneemassen Herr zu werden. In den engen Straßen war kein Durchkommen, denn sie lagen voll und der Schnee musste raus. Daher wurde, mittels Allem was rollte und nützlich war, der Schnee zusammengeschoben und abtransportiert. Dabei lag und liegt der Fokus auf den engen historischen Bebauungen, wo es den Anwohnern nicht möglich ist, den Schnee in die Vorgärten zu schaufeln.

Danny Sutor: „Erwähnt werden muss, dass die Landwirte ihre Arbeitskraft, ihre Maschinen und die nicht unerheblichen Mengen Treibstoff unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben. Mit dem Trinkgeld von dankbaren Anwohnern wird, wenn es unter Corona wieder möglich ist, sicherlich die ein oder andere Wurst für die Helfer gegrillt und sicherlich auch ein Bier ausgeschenkt. Vergessen wollen wir aber auch nicht die Mitarbeiterin und die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Von geregelten Arbeitszeiten kann hier nicht die Rede sein und auch sie haben bis zur Erschöpfung gearbeitet. Auch ihnen gilt unser aller Dank!“

Für Unverständnis sorgen jedoch die Rufe einiger weniger Bürgerinnen und Bürger, die das Ausmaß der Wetterauswirkungen offensichtlich vollkommen fehleinschätzen. Der Bürgermeister: „Leider kann es dazu kommen, wenn mittels Schneepflügen Straßen und Wege geräumt werden, sich der abgeschobene Schnee an den Rändern ablagert. Davon sind dann auch mal Gehsteige, Nebenstraßen und Grundstückseinfahrten betroffen. Das lässt sich aber leider nicht vermeiden.“

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