Lebensmittelspenden aus Nordhessen für Siebenbürgen

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Die Lebensmittel wurden kiloweise an die bedürftigen Familien abgegeben.
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Die Lebensmittel wurden kiloweise an die bedürftigen Familien abgegeben.

Corona-Auswirkungen: Arme Menschen haben keine Arbeit mehr und leiden unter Hunger.

Liebenau/Calden. Auf die Hilferufe aus dem rumänischen Siebenbürgen (lokalo24 berichtete) haben die beiden nordhessischen Landwirte Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau schnell reagiert. Dank großzügiger Spender konnte bereits einige Tage später ein Lkw mit tonnenweise Kartoffeln, Mehl und Zucker in das von Hunger bedrohte Krisengebiet fahren, knapp eine Woche später folgte ein zweiter Lkw, vollgepackt mit Lebensmitteln, wie zum Beispiel Möhren, Zwiebeln, Milch, Nudeln oder Reis.

Der Corona-Virus hat in Siebenbürgen die ohnehin schon schwache Infrastruktur kollabieren lassen: Die Lebensmittelpreise sind teilweise extrem gestiegen; dazu kommen schwere wirtschaftliche Probleme und drohende akute Verarmung eines Teils der Bevölkerung wegen Arbeitslosigkeit und Flucht. „Uns ist klar, dass es hier in Deutschland auch Vielen nicht gut geht“, so Ottmar Rudert. „Doch was bei uns klemmt, klemmt dort um das zehnfache.“ Seit dreizehn Jahren bestehen mittlerweile Kontakte nach Siebenbürgen, „da lässt uns so ein Hilferuf nicht unberührt!“ In Rumänien wird die Unterstützung aus Nordhessen überaus dankbar angenommen. Um eine rasche Aufteilung der Lebensmittel arbeitete die Evangelische Kirche mit vier Vereinen zusammen: dem House of the Rising Sun Fogarasch, der Diakonia Fogarasch, dem Nowero-Verein Reps und der Kinderhilfe für Siebenbürgen. Pfarrer Johannes Klein, der zu Ostern den Hilferuf sandte, berichtet: „Das meiste wurde in kleinen Zuwendungen zu je 1/2 bis ein Kilo Zucker, ein Kilo Mehl und fünf Kilo Kartoffeln an die Ärmsten in Fogarasch, Reps und Hermannstadt aufgeteilt. Ein Teil ging an ein Altenheim in Schweischer bei Reps, an die Sozialhilfekantine in Reps, an ein Heim für Menschen mit Behinderungen in Schirkanyen bei Fogarasch, an eine Kantine in Fogarasch sowie an die Jugendzentren in Seligstadt und Bekokten.“Ob für Vereine, Einzelpersonen oder Familien - die Lebensmittelhilfe aus Nordhessen bezeichnet er als eine Möglichkeit, in einer schweren Zeit zu überleben. Auch Alexander Eickhoff bedankt sich „im Namen aller“ für die eingetroffenen Spenden: „Besonders die Kartoffeln als Grundnahrungsmittel helfen den Benachteiligten weiter, insbesondere in der gegenwärtigen Krise.“ Der Andrang von notleidenden Menschen sei schon während des Abladens groß gewesen.

Dabei wirkte Corona bis in die Verteilung hinein: In Hermannstadt warteten beispielsweise viele Menschen - die in ihrer Siedlung grundsätzlich sehr eng zusammen wohnen - geduldig und mit Sicherheitsabstand, bis sie ihre Zuwendung empfangen konnten. „In Fogarasch wurde ein genauer Plan ausgearbeitet, so dass sich so wenig wie möglich Menschen begegnen. Viertelstündlich wurden je zehn Menschen zum Abholen einbestellt“, berichtet Pfarrer Johannes Klein.

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