Mit Leidenschaft dabei: Klaus Görtelmeyer lässt das Akku beben

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Veranstalten im Akku regelmäßig Punk- und Hardcore-Konzerte: Klaus Görtelmeyer (re.) und Dominique Costé (Jugendpfleger im Akku).

Es gibt nur wenige Läden, in denen Punkrock- oder Hardcore-Konzerte veranstaltet werden. Das Akku (Aktions-, Kultur- und Jugendzentrum) in Immenhausen ist seit vielen Jahren ein beliebter Ort dafür.

Kassel. Es gibt nur wenige Läden, in denen Punkrock- oder Hardcore-Konzerte veranstaltet werden. Das Akku (Aktions-, Kultur- und Jugendzentrum) in Immenhausen ist seit vielen Jahren ein beliebter Ort dafür. Das liegt aber vor allem daran, dass Konzertveranstalter Klaus Görtelmeyer und Jugendpfleger Dominique Costé viel Herzblut und Leidenschaft ins AKKU investieren.

 „Groß Geld verdienen kann man damit nicht, aber es ist mein Hobby und meine Passion“, berichtet Görtelmeyer, der die Konzerte nebenberuflich veranstaltet und schon seit seinen Jugendtagen auf Konzerte ins Akku ging. Aus seiner Leidenschaft für die Musik entstand dann auch im Jahr 2010 die Idee, selbst Konzerte zu veranstalten. Seine Firma KGsolutions hat sich schnell zu einer festen Größe in der Szene etabliert.

Seit Jahren ein beliebter Treffpunkt: Das Akku in Immenhausen.

Zu vielen Bands und Agenturen pflegt der selbstständige Schreiner und Tischler schon lange persönliche Kontakte. Görtelmeyer hat es sich seitdem zur Aufgabe gemacht, das Akku Immenhausen wieder zu dem Konzertort zu machen, der er in den 90ern einmal war. „Viele bekannte Bands wie Sick of it all, NOFX, Lagwagon, Madball und die Rykers spielten schon im Akku, die Fans reisten aus nah und fern an.“ Durch eine geschickte Auswahl der Bands gelang das Görtelmeyer auch. „Aber es ist nicht einfach und wer meint, dass man hier schnelles Geld machen kann, liegt falsch. Weil Dominique und ich ein eingespieltes Team und Freunde sind, klappt das, und wir können uns halt aufeinander verlassen.“ Platz bietet das Akku für 258 Leute. „Mit Ausnahmegenehmigung vom Ordnungsamt gehen auch mal 400 Leute rein“, ergänzt Costé. Aber es sei immer schwieriger, die Fans nach Immenhausen zu locken. Und da immer Techniker, Licht & Co dazu gemietet werden müssen, gehe das auch ordentlich ins Geld. „Wenn alles auf Null läuft sind wir schon zufrieden. Die Leute hatten einen schönen Abend und wir Spaß.“ Wichtig sei für Görtelmeyer bei Konzerten vor allem, auch lokale Bands auftreten zu lassen: „So fördert man auch die heimische Szene. Ich veranstalte kein Konzert, ohne eine lokale Band dazuzubuchen.“ Im Akku spielten auch schon viele Bands, die erst später groß rauskamen.

So machte unter anderem die Band Offspring in Immenhausen einen Tourstopp. Und den nächsten Geheimtipp hat Gortelmeyer am 22. April am Start. „Dann gastiert die Berliner Band Toxpack im Akku. Es wird der einzige Clubgig sein, bevor die Jungs im Sommer auf großen Festivals wie am Hockenheimring spielen. Spätestens dann werden die Jungs durch die Decke gehen.“ Wer die Band schon vorher sehen will: Karten gibt es im Vorverkauf im Akku und beim Plattenladen Scheibenbeißer in Kassel sowie online unter Core Tex Records Berlin Kreuzberg.

Rocken am 22. April das Akku in Immenhausen: Die Jungs von Toxpack.

Berliner Rollkommando

Toxpack genießt seit vielen Jahren einen guten Ruf in der„Streetcore“-Szene.Vor der Toxpack-Bühne tummelt sich seit den Anfangstagen eine wilde Mischung aus Punks, Oi!-Skins, Rockern, Metallern und Hardcore-Bollos – und vor allem Liebhabern energetischer Musik zum Mitsingen, Mitfühlen, Mittanzen. Gute Bands bleiben nie lange ein Geheimnis, und deshalb knatterte zuletzt „Friss!“ 2014 auf Platz 16 der deutschen Albumcharts. Ausverkauft? Kommerz? Toxpack klingen 2017 kein bisschen bequem, sondern sind immer noch das garstige Rollkommando, das seit 2001 durch die Szene walzt.

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