Mit dem Malerbetrieb 4.0 gerüstet für die digitale Zukunft

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Anstoßen auf ein gesundes und erfolgreiches 2019 (hinten, v. li.): Lehrlingswart Gerdfried Goßmann und Holger Richter (stellv. Obermeister), (vorne, v. li.) Georg Hagemeier (Arnold-Bode-Schule, Kassel), Michelle Möhle (Gasthaus Zum Thiergarten) und Obermeister Marc Döring.

Neujahrsempfang der Maler- und Lackierer-Innung Hofgeismar-Wolfhagen

Hofgeismar. Seit über 20 Jahren ist es eine liebgewonnene Tradition, dass sich die Mitglieder der Maler- und Lackierer-Innung Hofgeismar-Wolfhagen zusammen mit ihren Partnern und Gästen zu einem Neujahrsempfang treffen, um gemeinsam zurück zu blicken und nach vorne zu schauen. Schauplatz der diesjährigen Veranstaltung war das Restaurant „Zum Thiergarten“ im Tierpark Sababurg. Obermeister Marc Döring begrüßte die Gäste darunter u. a. auch den Ehrenobermeister der Maler-Innung Georg Kühne. In seiner Ansprache beschäftigte er sich unter dem Stichwort „Handwerk 4.0“ mit den tiefgreifenden Veränderungen, die Entwicklungen wie die Künstliche Intelligenz auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen in unserer Gesellschaft haben werden. „Die gute Nachricht ist: Die Arbeit wird uns in Deutschland nicht ausgehen!“ Marc Döring zeigte sich optimistisch, dass der rasante Wandel zu „neuen Jobs und Berufsprofilen und zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen wird“. Allerdings müsse sich das Maler-Handwerk den Herausforderungen stellen: Wir alle werden in den nächsten Jahren immer wieder neues Wissen und Fähigkeiten brauchen, um erfolgreich in unserem Beruf zu sein“. Trotz Digitalisierung bleibt hochwertiges Handwerk, Qualitätsarbeit und die Zufriedenheit der Kunden unerlässlich. „Ein etablierter Innungsbetrieb profitiert von der neuen Technik – nennen wir es doch einfach Malerbetrieb 4.0!“

25 Prozent Flüchtlingsanteil

Auch die Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften müsse weiterhin im Blickpunkt der Innungsbetriebe stehen. „Wir alle wissen, wie schwer es geworden ist, gute Lehrlinge zu bekommen.“ Da biete auch die hohe Zahl der Einwanderer nur wenig Entlastung, obwohl mittlerweile rund 25 Prozent der Auszubildenden und Anzulernenden aus Flüchtlingen bestehe. „Das erfordert völlig neue Unterrichtsformen“, bestätigte Georg Hagemeier von der Kasseler Arnold-Bode-Schule in seinem Grußwort. „Vom Deutschunterricht bis hin zur Vermittlung theoretischer Kenntnisse für das Maler-Handwerk“. Er kündigte an, dass Schule und Handwerk im Februar die sogenannten Ausbildergespräche wieder aufnehmen werden, um sich dort intensiv mit staatlichen Fördermaßnahmen und Ausbildungsinhalten zu beschäftigen. Anschließend nutzten die Innungsmitglieder und ihre Partnerinnen bzw. Partner, sowie Gäste den Abend, um bei einem gemeinsamen Essen Informationen auszutauschen, Gespräche auch über Themen jenseits der täglichen Arbeit zu führen und auf ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr anzustoßen.

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