Für mehr Durchblick: Entdeckertag im Glasmuseum Immenhausen

Immenhausen. Man benutzt es nahezu täglich – ob morgens im Bad als Parfümflacon, als Geschirr in der Küche oder auch als Blumenvase oder De

Immenhausen. Man benutzt es nahezu täglich – ob morgens im Bad als Parfümflacon, als Geschirr in der Küche oder auch als Blumenvase oder Deko-Artikel. Sogar in der Industrie kommt es vielfältig zum Einsatz. Die Rede ist vom Glas. Wer mehr über diesen faszinierenden Werkstoff wissen möchte, sollte die EXTRA TIP - Entdeckertage nutzen und einen Besuch imGlasmuseum in Immenhausen am Reinhardswald einplanen.

Das Museum wurde im Jahre 1987 durch die Stadt Immenhausen im umgebauten Generatorgebäude der ehemaligen Glashütte Süßmuth eröffnet und ist eines der wenigen Spezialmuseen für Glas in Deutschland. Hier erhalten die Besucher interessante  Einblicke in die Geschichte der Glasherstellung von den Anfängen vor fast 6000 Jahren im Nahen Osten bis hin zu den Waldglashütten in Mittelalter und früher Neuzeit im nordhessisch-südniedersächsischen Raum. Die lokalen Bezüge zum Hüttenstandort Immenhausen bilden einen zweiten wichtigen Arbeitsbereich im Ausstellungsprogramm. Neben der Glasherstellung und den Veredlungstechniken werden die regionale Verbreitung der Glasmacherkunst und die Arbeits- und Lebensbedingungen der Glasmacher Nordhessen dargestellt. Die dokumentierte Geschichte der Glashütte Immenhausen beginnt im Jahre 1898, als der 1809 gegründete Betrieb durch die Herren von Buttlar aus Ziegenhagen nach Immenhausen verlegt wurde. Produktionsgut der Hütte waren bis zum Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts vorwiegend medizinisch-pharmazeutisches Glas sowie Flaschen in unterschiedlichen Formen und Größen. Einfaches Haushaltsglas wurde von den Glasmachern nur für den Eigenbedarf hergestellt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Richard Süßmuth, Namensgeber der letzten Glashütte in Immenhausen, als Vertriebener die kriegszerstörte Produktionsstätte in Immenhausen und knüpfte schnell an seine Erfolge in den 20er und 30er Jahren an. 1970 übergab der Künstler und Unternehmer seine Hütte an die Belegschaft, die in Eigenregie einen drohenden Konkurs abzuwehren versuchte. Zahlreiche betriebliche Umstrukturierungen und eine erneute Privatisierung konnten den Konkurs aber nur verzögern. 1996 wurde der letzte Ofen stillgelegt.

Im Glasmuseum finden heute wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Workshops statt.  Passen zum Motto des EXTRA TIP - Entdeckertages lädt das Museum am Sonntag, 1. September, dazu ein, "das Glasmuseum zu entdecken".  Der Eintritt im Glasmuseum ist ermäßigt, außerdem werden historische Filme zur Glasherstellung vorgeführt es gibt eine Sonderausstellung und Kinder können Glas bemalen.

Ort: Glasmuseum Immenhausen, Am Bahnhof 3, 34376 Immenhausen

Zeit: 1. September, von 13 Uhr bis 17 Uhr

Alle  Informationen und das Gewinnspiel auf: www.entdeckertage-nordhessen.de

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