Meisterin an der Spitze

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Landkreis/Kassel. Stabwechsel in der Kreishandwerkerschaft Kassel: Mit Alexandra Kaske-Diekmann steht erstmalig eine Frau an der Spitze.

Landkreis/Kassel. Stabwechsel in der Kreishandwerkerschaft Kassel: Mit Alexandra Kaske-Diekmann steht erstmalig eine Frau an der Spitze der Kreishandwerkerschaft. Sie wurde am Montag von den Obermeistern der Innungen in das Ehrenamt gewählt und ist damit Nachfolgerin des bisherigen Amtsinhabers Bernd P. Doose. Dieser wirkt seit 1981 im Vorstand der Kreishandwerkerschaft mit, war von 1991 bis 1996 Stellvertretender und von 1996, also 18 Jahre, Kreishandwerksmeister.  Der heute 70-Jährige stand zu einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

Alexandra Kaske-Diekmann verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Handwerksorganisation, ist seit 2005 Obermeisterin der Friseur-Innung Kassel, war bis Mai 2014 stellvertretende Landesinnungsmeisterin des hessischen Landesinnungsverbandes für das Friseurhandwerk. Darüber hinaus war sie Sprecherin der Bundestarifkommission Mindestlohn im Friseurhandwerk. Seit 2009 ist sie Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer und dort seit diesem Jahr im Vorstand. In Kassel führt sie erfolgreich 2 Friseurbetriebe."Ich freue mich über den harmonischen Stabwechsel", so Bernd P. Doose, den die Versammlung zum Ehren-Kreishandwerksmeister wählte. Er würdigte die positive Entwicklung der Kreishandwerkerschaft Kassel. Insbesondere wurden dazu mit der Fusion der früheren Kreishandwerkerschaften Kassel-Stadt und Land sowie Hofgeismar-Wolfhagen Maßstäbe für andere Handwerkerschaften gesetzt. "Viele haben zu dem beigetragen, was unsere Kreishandwerkerschaft heute ist".

EXTRA INFO: Der Vorstand

Kreishandwerksmeisterin: Friseurmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann (Kassel);Stv. Kreishandswerksmeister: Zimmermeister Johannes Schwarz (Zierenberg-Oelshausen), Kraftfahrzeugmechanikmeister Georg Wolf (Lohfelden) und Zimmermeister Friedrich Brauner (Reinhardshagen-Vaake).Beisitzer: Elektromaschinenbaumeister Willi Minich (Niestetal), Dipl.-Ing. Ferdinand Fehr (Lohfelden), Malermeister Bernd P. Doose (Kassel), Fleischermeister Uwe Köhler (Hofgeismar) und Zentralheizungs- u. Lüftungsbaumeister Uwe Loth (Vellmar).

Drei Fragen an die neue Kreishandwerksmeisterin

lokalo24.de: Als Obermeisterin der Friseur-Innung Kassel und  langjähriges Mitglied im Vorstand der KHW betreten Sie kein unbekanntes Terrain. Gibt es einen "roten Faden" für ihre Amtsführung?Alexandra Kaske-Diekmann: Das Rad wird nicht neu erfunden auch wenn in Kassel erstmalig eine Frau als Kreishandwerksmeisterin gewählt wurde.  Es ist ein schweres Erbe und  große Herausforderung, denn Bernd Peter Doose als mein Vorgänger, hat über sehr viele Jahre an der Spitze gestanden. Sein Wissen, die Vernetzung, sicherlich auch durch seine politischen Aktivitäten, der Respekt und das Vertrauen welches man ihm schenkt, werden nicht automatisch an einen Nachfolger weitergegeben. Trotzdem hoffe ich, dass alle Partner des Handwerks, ob nun aus Kammer, Wirtschaft, Politik und Bildung aufgeschlossen sind und mir das gleiche Vertrauen entgegen bringen, wie es die Handwerker aller Couleur  mir mit meiner Wahl schenken, über das ich mich sehr freue.

lokalo24.de: Welche Themenbereiche stehen besonders im Fokus der Kreishandwerkerschaft?Alexandra Kaske-Diekmann: Auch wenn ich heute zur Kreishandwerksmeisterin gewählt wurde, kann ich nicht alleine agieren. Das geht nur im Team. Dieses Team besteht aus alten Hasen und jungen Füchsen und wir müssen unseren Fahrplan gemeinsam erstellen, dabei den Fokus auf die unterschiedlichsten Belange der einzelnen Handwerksbereiche richten. Aber auch die allgemeinen und politischen Themen und Probleme nicht außer acht lassen. So gibt es Gewerke, die von der Energiewende profitieren, aber auch Branchen, die darunter zu leiden haben, dass Energie in Deutschland teurer werden wird. Die duale Ausbildung und der Meisterbrief sind eine starkes Pfund in der deutschen Ausbildung. Aber um den Fachkräftemangel der nächsten Jahre entgegen wirken zu können müssen wir uns auch Gedanken zu alternativen Ausbildungskonzepten machen. Nicht zuletzt auch um den akademischen Trend die Stirn zu bieten, damit es für kommende Generationen noch genügend gute und verlässliche Handwerker gibt.

lokalo24.de: Zahlreiche Ehrenämter, Funktionen in Fachverbänden, ein eigenes Unternehmen – Aufgaben, die Spaß machen, aber viel Energie kosten. Wobei oder womit entspannen Sie sich am liebsten vom Berufsstress?Alexandra Kaske-Diekmann: Stimmt, Zeit ist etwas besonderes, ja ein kleines Stückchen Luxus. Ich bin ein Genussmensch, deshalb versuche ich mir Zeit zum Genießen und Wahrnehmen von schönen Dingen zu gönnen. Das müssen nicht immer  große Dinge sein, manchmal reicht schon ein Cappuccino in der Sonne.  Bei einer Motorrad Tour die Landschaft vorüber ziehen zu sehen, auf einer Bank sitzen, ein leckeres Essen, der Blick aufs Wasser… Eben alles was mit Genießen zu tun hat.

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