Modula und andere Hingucker

Immenhausen. Modula II ist ein echter Hingucker. Das kinetische Raumobjekt aus mundgeblasenem Farbglas, Edelstahl und Holz bewegt sich n

Immenhausen. Modula II ist ein echter Hingucker. Das kinetische Raumobjekt aus mundgeblasenem Farbglas, Edelstahl und Holz bewegt sich nicht nur selbst, es bewegt zumindest optisch auch den Raum im Immenhuser Glasmuseum. Dagmar Ruhlig-Lhnen hat alles daran gesetzt, Katja Schettings Mobil fr das Haus und seine Besucher zu gewinnen.

Ganz viele haben, nachdem sie es in unserer Ausstellung `Einheit ist die Vielfalt` bewunderten, gefragt, ob es nicht bleiben kann, erinnert sich die Museumsleiterin. Wir durchwhlten dann unsere Taschen, kratzten alle Krten zusammen und leiteten den Kauf in die Wege, scherzt sie. In die Freude das es klappte, mischt sich allerdings ein Wermutstropfen: Ebbe in der Kasse: Die Knstlerin ist uns zwar preislich entgegen gekommen, aber die knapp 3000 Euro fehlen natrlich, erklrt Ruhlig-Lhnen.

Einzigartige Objekte

Modula II ist brigens eines der einzigartigen Glaskunstobjekte aus der umfangreichen Sammlung des Hauses, die in der aktuellen Prsentation Glasklar? Klar: Glaskunst! noch bis Mrz 2011 zu sehen sind. Dass viele von den mittlerweile weit ber 200 Objekten fr gewhnlich im Museums-Magazin schlummern, ist fast bedauerlich. Denn die Kellerschtze htten und haben es mehr als verdient, ans Licht der ffentlichkeit zu kommen. Das wei niemand besser als die Leiterin des Glasmuseums, der schlicht und ergreifend rumliche Grenzen Prsentations-Schranken setzen.Umso erfreulicher, dass sie jetzt wieder einmal prsentiert werden. In der vielfltigen, farbenfrohen Ausstellung sind die unterschiedlichsten Arbeiten zu sehen, darunter Neuerwerbungen, die auch regelmige Museums-Besucher noch nicht kennen drften: Zahlreiche Schalen und Vasen, Skulpturen aus Glas und Glasbilder. Unterschiedlichste Bearbeitungsvarianten von Sandguss ber Schliff, Gravur und verschiedenen Schmelztechniken bis hin zur traditionellen Glasmalerei knnen dabei unter die Lupe genommen werden.Das Museum ist Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, Freitag, Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr geffnet. fau

Freies Arbeiten

Mit Studioglas wird eine Sparte in der Bildenden Kunst bezeichnet, die seit Mitte der 1960er zunchst in den USA und Deutschland, parallel dazu aber auch in der ehemaligen Tschechoslowakei und der DDR, entstand. Es wurden kleine Glasschmelzfen, sogenannte Studiofen, entwickelt, die den Knstlern die Unabhngigkeit von den groen Glasmanufakturen ermglichten und ihnen ein eigenstndiges und freies Arbeiten mit dem Material Glas im eigenen Atelier erlaubten. Seit dem hat sich die Zahl der so arbeitenden Knstler stetig vergrert. Auch machen neue technische Entwicklungen eine breite Gestaltungspalette mit diesem Werkstoff mglich.

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