Musikschule Hofgeismar bietet Online-Musikunterricht

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Cellolehrerin Erika Umanez beim Online-Musikschulunterricht mit der Schülerin Florentine Finis.

Übergangslösung bis zur Wiederaufnahme des gewohnten Unterrichtsbetriebes nach Corona.

Hofgeismar. Von Angesicht zu Angesicht den traditionellen Musikunterricht durchführen - dafür besteht zur Zeit auf Grund der Coronakrise keine Möglichkeit. Not macht bekanntlich erfinderisch und so hat sich die Musikschule Hofgeismar auf das weite Feld des „Digitalunterrichts“ begeben, um das Musikschulangebot weiterhin zum Großteil aufrecht zu erhalten. „Es ist für die meisten von uns eine neue Erfahrung, sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schüler und Schülerinnen“, so Simon van Zoest, Leiter der Musikschule Hofgeismar. Der digitale Musikun- terricht sei für die zukünftige Ausrichtung der Musikschularbeit bereits Thema gewesen, jedoch wurde dieser Aspekt nun durch die Coronakrise immens beschleunigt. Die Musikschullehrkräfte haben sich angesichts der Umstände schnell mit kreativen pädagogischen Ideen sowie Lösungsansätzen auf die Situation eingelassen und machen in Absprache mit den Schülern das Beste aus der Situation und das mit Erfolg. Erste Resonanzen zeigen, dass viele Schüler und auch Eltern froh sind, dass die Musikschule in dieser Krisenzeit ihr Angebot auf digitale Kanäle als Übergangslösung bis zur Wiederaufnahme des gewohnten Unterrichtsbetriebes ausgeweitet hat, um somit den kontinuierlichen Übungsprozess am Instrument oder mit der Stimme weiterhin nachhaltig zu gewährleisten. So wird neben Telefongesprächen verstärkt das Smartphone als flankierendes, didaktisches Mittel - z.B. mit runtergeladenen Apps als Metronom oder als Plattform zum Austausch für die von den Lehrkräften selbst erstellten Tutorial-Videos - eingesetzt. Es wird auch über Video-Chat unterrichtet, was mit einigen kleinen Abstrichen in Klang und Bildqualität trotzdem ganz gut funktioniert. Auch wenn vieles an den derzeitigen Unterrichtsmethoden neu ist, können Inhalte, wie z.B. Theorie und Gehörbildung, Fingersatzfindung, technische und rhythmische Übungen sowie Haltungshinweise gut gezeigt und vermittelt werden. Trotz vieler positiver Rückmeldungen der Schüler- und Elternschaft ist die Hoffnung aller Musikschulakteure groß, dass bald wieder der „gewohnte Unterrichtsalltag“ in den Musikschulpavillons und den Außenstellen einkehrt und der alternative Musikunterricht durch das wesentliche Merkmal der Musik - dem gemeinschaftlichen Musizieren und dem sozialen Austausch - bei bester Gesundheit praktiziert und gelebt werden kann. „Die handgemachte Musik sowie die wertvolle Triade des persönlichen Schüler-Lehrer-Elternverhältnisses wird auch künftig im Zentrum der Musikschularbeit stehen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Krisenzeit werden jedoch als wichtige Impulse in die zukünftige Ausrichtung der Musikschularbeit an sinnvollen Stellen mit einfließen“, so Musikschulleiter van Zoest.

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