Nachwuchssorge:Mehr Feuerwehr-Angebote für Schüler

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Landrat Uwe Schmidt: "Kooperation zwischen Feuerwehr und dem Kultusministerium ist zu wenig."

Landkreis. Als "überfälligen aber leider viel zu kurzen ersten Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet Landrat Uwe Schmidt die Kooperationserklärung zwischen dem Kultusministerium und den Landesfeuerwehrverband Hessen (LFV).Kurz vor Weihnachten des letzten Jahres hatten der Kultusminister, Prof. Dr. Lorz, und der Präsident des LFV Hessen, Ackermann, eine Erklärung unterschrieben. Mit ihr wollen beide die Durchführung von Arbeitsgemeinschaften, Projekten und anderen Wahlangeboten, die an Schulen gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren initiiert werden, unterstützen."Bereits lange vor dieser Erklärung habe ich ein größeres Engagement von der Landesregierung gefordert, um dem drohenden Mangel an Einsatzkräften bei den Feuerwehren zu begegnen. Meine damalige Idee einer feuerwehrtechnischen Grundausbildung trug diesem Gedanken Rechnung, weil dadurch vor allem ältere Schüler für die Feuerwehrarbeit interessiert werden sollten. Diese hätten dann bereits ausgebildet direkt in die Einsatzabteilungen der Feuerwehren übernommen werden können. Leider fand dies bei der Landesregierung keinen Anklang", so Schmidt.

Personalmangel bekämpfen

Die jetzt vorliegende Erklärung spreche von unverbindlichen Angeboten, die sich zudem erfahrungsgemäß an jüngere Schüler richteten. An deren Ende weder eine für die Einsatzabteilungen brauchbare Ausbildung stehe, noch könnten die Schüler wegen ihres geringen Alters direkt in die Einsatzabteilungen wechseln. Sie müssten zunächst den "Umweg" über die Jugendfeuerwehren nehmen. Bekanntermaßen trete auch nur ein Bruchteil der Mitglieder der Jugendfeuerwehren in die Einsatzabteilungen über. Vor diesem Hintergrund stelle die Erklärung zwar einen wichtigen, aber trotzdem zu kurzen Schritt in die richtige Richtung dar, so Schmidt weiter. "Wenn wir den drohenden und in einigen Kommunen bereits real vorhandenen Personalmangel der Feuerwehren wirksam bekämpfen wollen, müssen weitere Schritte folgen. Vor allem müssen verbindliche Angebote entwickelt werden, die sich primär an die Schüler der Oberstufen und der Berufsbildenden Schulen richten", so Schmidt abschließend.

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