Neurologie-Netz Mitte startet im Landkreis Kassel

Das Klinikum Kassel wird damit künftig unter anderem die Kreisklinik Wolfhagen teleneurologisch versorgen.

Landkreis.  Patienten mit neurologischen Notfällen – wie beispielsweise Schlaganfällen – benötigen rasche Diagnostik und Therapie. Als einziges Krankenhaus in Nordhessen verfügt das Klinikum Kassel über eine Neurologie mit einer überregional zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfallspezialstation) und ist  auf die interdisziplinäre Akutversorgung von Schlaganfällen bestens eingestellt. Diese Expertise kann mittels Teleneurologie nun auch kleineren Krankenhäusern in der Region rund um die Uhr zur Verfügung gestellt werden."Das Neuro-Netz Mitte ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Versorgungsqualität der Patienten in Nordhessen durch intelligente Vernetzung und Kooperation des Klinikum Kassel mit den Krankenhäusern in der Umgebung verbessert werden kann", sagt Karsten Honsel, Vorstandvorsitzender der GeNordhessen (GNH) und Geschäftsführer des Klinikum Kassel.

Die Kooperationsverträge für die Teleneurologie wurden von den Geschäftsführern der beteiligen Krankenhäuser in Kassel unterzeichnet, die Praxisphase startet im Juni 2015. Das Klinikum Kassel wird damit künftig unter anderem die Kreisklinik Wolfhagen teleneurologisch versorgen.Alle Krankenhäuser sind damit gleichzeitig Teil des Neurovaskulären Netzwerks desKlinikum Kassel.  Mit Hilfe eines Videokonferenzsystems können Neurologen des Klinikum Kassel künftig gemeinsam mit den behandelnden Ärzten den Patienten untersuchen und beurteilen und anschließend eine Therapieempfehlung abgeben. Sofern möglich, wird die empfohlene Behandlung im Krankenhaus vor Ort durchgeführt, ansonsten kann der Patient zur weiteren Diagnostik und Therapie in das Klinikum Kassel verlegt werden."Je früher es bei einem Schlaganfall gelingt, die Durchblutung im Gehirn wiederherzustellen, desto besser für den Patienten", sagt Prof. Dr. Andreas Ferbert, Direktor der Klinik für Neurologie im Klinikum Kassel. Die Mediziner der beteiligten Krankenhäuser würden für die Teleneurologie speziell geschult, zudem gebe es regelmäßige Treffen. "Es vereinfacht die Zusammenarbeit, wenn man sich persönlich kennt und jeder weiß, worauf es ankommt", so Ferbert.

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