Nordhessen vorne

Von HELMUT KRMLER Hofgeismar/Immenhausen. Sie heissen Anna Tanzer, Sebastian Drebing, Alexander Mller und Hans-Jochen Kalb. Sie sind

Von HELMUT KRMLER

Hofgeismar/Immenhausen. Sie heissen Anna Tanzer, Sebastian Drebing, Alexander Mller und Hans-Jochen Kalb. Sie sind seit letztem Herbst bei der AKG Unternehmensgruppe sowie den Firmen Seybert & Rahier und Frger beschftigt. Und ihr gemeinsamer Auftrag lautet: Der deutschen Wirtschaft die zukunftsorientiertenPerspektiven des neuen Ausbildungsberufes Produktionstechnologe/technologin vorzustellen. Denn die drei nordhessischen Unternehmen gehren bundesweit mit zu den Ersten, die in diesem Berufsfeld ausbilden.

Frauke Syring vom Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen bezeichnet den Produktionstechnologen, dessen Berufsfeld in der bundesweiten Rekordzeit von nur acht Monaten konzipiert wurde, als logische Konsequenz auf eine sich stetig verndernde Arbeitswelt: Der Erfolg des Mechatronikers zeigt, dass die Anpassung an neue betriebliche Bedarfe wchst. Der Wettbewerbsdruck auf den internationalen Mrkten zwingt die Unternehmen, innovative Produkte in krzester Zeit auf den Markt zu bringen. Es msse intelligent produziert und auf eine hoch spezialisierte flexible Produktion gesetzt werden. Wir brauchen daher einen neuen Typus Fachkrfte, der Komplexitt meistern und zudem Innovationen gestalten kann. Kein Problem fr die vier Auszubildenden in Nordhessen. Sie arbeiten zwar in verschiedenen Unternehmen, treffen aber in ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld auf hnliche Bedingungen. Wir drfen nicht mehr in Fertigkeiten denken, sondern in Prozessen, beschreibt Anna Tanzer, Auszubildende bei Seyert & Rahier, eine Anforderung des neuen Berufes.

Das Berufsbild trgt den vernderten Qualifikationsanforderungen in der Produktionstechnologie Rechnung, ergnzt Volker Schler, der Leiter Produktion und Ausbildung fr den gewerblichen Bereich bei der Immenhuser Seybert & Rahier GmbH. Die Fertigung im Maschinenbau mit ihrer Variantenvielfalt und Komplexitt bentigt eine hoch qualifizierte Basis. Es gehe darum, sowohl die technologischen Anforderungen zu bewltigen, als auch gleichzeitig die Prozesse effizient zu gestalten, zu optimieren und zu sichern. Dafr wird der Produktionstechnologe mit seiner wichtigen Schnittstellenfunktion dringend gebraucht, meint auch Jrgern Fetters, Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung bei der AKG Unternehmensgruppe. Damit Facharbeiter, Techniker, Spezialisten und Ingenieure erfolgreich interdisziplinr zusammenarbeiten knnen, brauchen sie ein gemeinsames Verstndnis der jeweiligen Anforderungen. Die Produktionstechnologen bringen dann zum Beispiel die erforderlichen Erfahrungen aus der Produktion und dem Service in die Produktentwicklung ein.

Die Ausbildung in den drei Unternehmen erfolgt im Verbund, der ber AGIL organisiert wird. Zusatzkosten fr die Verbundausbildung entstehen den Unternehmen nicht, hier kann AGIL auf Mittel des Europischen Sozialfonds und des Landes Hessen zurckgreifen. Auch die Frage der Berufsschule ist geklrt: Kassel konnte sich gegen Sdhessen durchsetzen und zhlt damit bundesweit zu den fnf oder sechs Standorten. Und die Anforderungen? Dazu Sebastian Drebing, Azubi bei der AKG Unternehmensgruppe: Mittlere Reife und die Noten Eins in Mathe und Nawi sollte man schon mitbringen.

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