Optimale Förderung

Witzenhuser Bildungstandem hat sich bewhrtVon HEIDI TRAEGERWitzenhausen. Nun ist die Probefahrt vorbei und die hessische Sozialministerin

Witzenhuser Bildungstandem hat sich bewhrt

Von HEIDI TRAEGERWitzenhausen. Nun ist die Probefahrt vorbei und die hessische Sozialministerin Silke Lautenschlger kam persnlich ins kumenische Kinderhaus St. Jakob, um sich von den Erfahrungen der Tandempiloten berichten zu lassen. Dort hrte sie von den Antrittsschwierigkeiten: Beispielsweise sich trotz der Vielzahl verschiedener Trger (Kirche, Stadt, DRK, Waldorf) auf gemeinsame Konzepte und Veranstaltungen zu einigen, ohne das eigene spezifische Profil zu verlieren, und Stolpersteinen, wie Personal- und Zeitmangel, zu groen Klassen/Gruppen, Terminproblemen bei Fortbildungen sowie Finanzierungsschwierigkeiten. Aber sie hrte auch von den Etappensiegen, bestehend aus verschiedenen Manahmen zum besseren gegenseitigen Kennenlernen, gemeinsamen Elternabenden, mehr Kennenlerntagen fr Vorschler in der Schule, der Weihnachtsfeier und vielen anderen Aktivitten.Projekt Faustlosberaus erfreulich ist fr die Ministerin die breite und tiefe Akzeptanz des BEP, die sich im berdurchschnittlichen Engagement der verschiedenen beteiligten Institutionen zeigte, die dem BEP allesamt hchste Prioritt einrumten. Ziel des Tandems war: Kinder stark machen, um den bergang in die Schule zu erleichtern. Als ein Mittel zum Zweck diente dabei das Projekt Faustlos, bei dem Kinder lernen, eigene Gefhle und die Gefhle ihrer Mitmenschen wahrzunehmen und Probleme friedlich zu lsen. Fazit des Tandems: Die Strampelei hat sich gelohnt. Wir spren deutliche Vernderungen, berichtete Astrid Khler, Leiterin der Grundschule Witzenhausen, von ihren Erfahrungen mit den jetzigen Erstklsslern. Die Faustlos-Kinder erkennen die Grundregeln des Zusammenlebens aus dem Kindergarten in der Schule wieder. Sie knnen zuhren, verfgen ber eine hhere Sprachkompetenz und gehen rcksichtsvoller miteinander um.

Der Jahrgang 2006 ist der erste, der den bergang vom Kindergarten in die Grundschule mit dem Bildungstandem absolviert hat. Doch nach eineinhalb Jahren ist klar, dass die Intensitt der Arbeit in dem bisherigen Mae nicht gehalten werden kann, wie Fachberaterin Gerda Brckmann vom DiCV Fulda es ausdrckte. Dabei will das Tandem seine Arbeit auf jeden Fall fortsetzen und vor allem die Eltern strker mit ins Boot holen.

Von Ministerin Lautenschlger wnscht es sich nach wie vor mehr Untersttzung. Bereits im Herbst hatte das Tandem Vertreter des Sozial- und Kultusministeriums auf die praktischen Probleme bei der Umsetzung des BEP aufmerksam gemacht. Lautenschlger betonte, das Land habe gengend Mittel zur Verfgung gestellt, die Verteilung der Mittel sei Sache der Trger. Darber hinaus sei der momentane personelle Mehraufwand fr Fortbildungen, Treffen und die ausfhrlichen Dokumentationen nur vorbergehend. Dies alles diene dazu, spter schneller und effizienter arbeiten zu knnen, so die Ministerin. Fr den geplanten pdagogischen Tag sagte sie jedoch an Ort und Stelle ihre Untersttzung zu.

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