Ostmann-Autohäuser künftig in Stiftungs-Hand

Der Stiftungsbeirat als Kontrollorgan besteht zunächst aus Alexander Thomas als Mitarbeiter der Autohaus Ostmann Gruppe sowie als Lehrlingswart der Kreishandwerkskammer, re.) und Karl-Heinz Arend Mitte) als leitender Angestellter und Markenverantwortlichen bei der Ostmann-Gruppe. sowie den Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Ralf Ostmann Cousin von reinhard Ostmann)
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Der Stiftungsbeirat als Kontrollorgan besteht zunächst aus Alexander Thomas als Mitarbeiter der Autohaus Ostmann Gruppe sowie als Lehrlingswart der Kreishandwerkskammer, re.) und Karl-Heinz Arend Mitte) als leitender Angestellter und Markenverantwortlichen bei der Ostmann-Gruppe. sowie den Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Ralf Ostmann Cousin von reinhard Ostmann)

Es wurde Zeit die Zukunft der Autohaus Ostmann-Gruppe zu regeln. Der 63-jährige Reinhard Ostmann beabsichtigt sich in den kommenden Jahren aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen. Die Absicherung der Autohaus-Gruppe sowie das soziale Engagement in der Region liegen dem Unternehmer dabei am Herzen. Aus diesem Grund hat er eine gemeinnützige Stiftung für mildtätige Zwecke gegründet, deren Fokus auf der Region um die acht Autohaus-Standorte liegt.

Wolfhagen. „Es ist der beginn einer dritten Generation“, sagte Reinhard Ostmann, Inhaber der gleichnamigen Autohäuser am Donnerstag vergangener Woche im Volkswagen-Hangar in Wolfhagen.

„Diese wird hoffentlich länger dauern als die ersten beiden, denn sie ist nicht durch Geburt oder Rente begrenzt.“ Vor 60 Jahren begann die Geschichte des Autohauses Ostmann – da kein legitimer Nachfolger existiert, gab es für Reinhard Ostmann nur zwei Möglichkeiten: Das Autohaus zu verkaufen und zu hoffen, dass es in seinem Sinne weitergeführt wird, oder eine Stiftung zu gründen die später das Unternehmen in seinem Sinne weiterführen kann. Die Entscheidung war für ihn einfach.

Vor Vertretern der Hersteller, Banken und Kommunen gab der 63-Jährige die Nachfolgeregelung für die Autohausgruppe bekannt, da er beabsichtigt, sich in den kommenden Jahren aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen. Eine gemeinnützige Stiftung für mildtätige Zwecke, deren Fokus auf der Region um die acht Autohaus-Standorte liegt, wird dann zum Inhaber. Nach der geregelten Übergabe seiner Anteile am Autohaus und seiner Zukunft will Ostmann dann vom Geschäftsmann und Hauptinhaber einer gut laufenden Firma zu einem zufriedenen Rentner werden.

In Zukunft werden die Unternehmensgewinne nicht nur dem Erhalt, Aus- und Aufbau der Gruppe dienen, sondern ebenso der Stiftung zur Verfügung stehen um entsprechend des Satzungszweckes, bedürftige Menschen ebenso zu unterstützen, wie in Not geratene Mitarbeiter oder ehemalige Beschäftigte der Ostmann-Gruppe. Dem Geschäftsmann liegt seit jeher viel daran, das erwirtschaftete Kapital der Autohaus-Gruppe in der Region zu belassen und diese dadurch zu stärken. Zusammen mit dem Herzenswunsch, des Privatmenschen und studierten Sozialpädagogen Ostmann, sein soziales Engagement in dem gleichen Bereich zu erweitern, führte dazu, mit Geld aus seinem Privatvermögen eine Stiftung zu diesem Zweck zu gründen.

Als zukünftige Profiteure der Stiftung sieht er vor allem ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Deren Unterstützung soll für die Zukunft ein wichtiger Aspekt in der Stiftungsarbeit sein. „Es ist ein großer Tag für uns, die Menschen in der Region, dass sie weite Teile ihres Kapitals für soziale Zwecke einsetzen möchten“, lobte Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber, bevor er die Stiftungsurkunde offiziell übergab. „Diese Stiftung ist für die Ewigkeit – und damit ein stabilisierender Faktor in einer sich stetig verändernden Welt“, unterstrich Klüber den zukunftsgerichtete Gedanken des Unternehmers Ostmann.

Für die gesamte Belegschaft von rund 350 Mitarbeitern wird sich durch die Stiftungsgründung nichts und zukünftig nur marginal etwas ändern. In Zukunft werden die Unternehmensgewinne nicht nur dem Erhalt, Aus- und Aufbau der Gruppe dienen, sondern ebenso der Stiftung zur Verfügung stehen um entsprechend des Satzungszweckes, bedürftige Menschen ebenso zu unterstützen, wie in Not geratene Mitarbeiter oder ehemalige Beschäftigte der Ostmann-Gruppe.

„Das erwirtschaftete Kapital von 60 Jahren erfolgreichem Auf- und Ausbau von einem Standort in Wolfhagen Ende der 50er Jahre zu einer Gruppe von heute acht Autohäusern in der Region soll für die Zukunft beständig bleiben, noch weiter wachsen, gefestigt werden und den Mitarbeitern die Sicherheit geben, auch nach meinem Ausscheiden noch einen sicheren Arbeitsplatz zu haben“ so der Unternehmer.

Mit einem Kapital von 100.00 Euro stattete Reinhard Ostmann die Stiftung aus. Mittelfristig wird seine mehr als 90-prozentige Beteiligung am Autohaus Ostmann zur gegebenen Zeit auf die Stiftung übertragen und somit die Stiftung Inhaber dieser Anteile an der Autohaus-Gruppe werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird er weiterhin Inhaber der Firma bleiben und im Zuge der Umstellungsvorbereitungen nicht nur die KG in eine andere Gesellschaftsform umwandeln, um die Risiken der Haftung für die Stiftung zu minimieren, sondern auch zwei noch zu benennende Geschäftsführer einarbeiten und auf die Übergabe vorbereiten.

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