Panzerhallen zu Schulräumen

Wolfhagen. Ein besonderes Beispiel fr Bildungskonversion besuchte in der ehemaligen Pommernkaserne in Wolfhagen: Den neuen Standort der kr

Wolfhagen. Ein besonderes Beispiel fr Bildungskonversion besuchte in der ehemaligen Pommernkaserne in Wolfhagen: Den neuen Standort der kreiseigenen Herwig-Blankertz-Berufsschule. In den Hochzeiten der Friedensbewegung galt der Slogan, Schwerter zu Pflugscharen umzufunktionieren in der Panzerhalle der ehemaligen Pommernkaserne ist jetzt ein hochmoderner Berufsschulstandort entstanden, wies Schmidt auf die Besonderheit der Nutzung des Kasernenstandorts durch eine Berufsschule hin.Im Oktober 2006 sei es noch eine konkrete Vision des damaligen Landrats Dr. Udo Schlitzberger gewesen, die jetzt Realitt geworden ist. Zuerst wurde die Idee, die zur Sanierung anstehende Herwig-Blankertz-Berufsschule in die ehemalige Pommern-Kaserne zu verlagern, statt sie am bisherigen Standort zu modernisieren, von vielen eher kritisch betrachtet, so Landrat Schmidt weiter.Da jedoch Schulleiter Karl Vlksen der Idee offen gegenberstand und die errechneten Kosten fr die Alternative Pommern-Kaserne unter einer Sanierung am alten Standort blieben, hatte der Kreistag am 21. Februar 2008 dieser Lsung zugestimmt. Schmidt: Von Vorteil war, dass wir hier bestehende Bausubstanz fr eine intelligente architektonische Lsung des Kasseler Architekturbros HHS nutzen knnen und die Schule gengend Entwicklungsperspektiven besitzt. Die Nutzung vorhandener Bausubstanz wie der Panzerhalle habe den Vorteil, dass zum einen sehr flexibel auf die Wnsche der Schule eingegangen werden kann und zum anderen die rund 4000 m groe Dachflche fr Fotovoltaik-Nutzung genutzt werden konnte. Bereits seit Ende 2008 wird hier Solarstrom erzeugt, informiert Schmidt.

Mit dem Bau der neuen Berufsschule war im August 2008 begonnen worden die Arbeiten konnten Ende Oktober 2009 weitgehend abgeschlossen werden. Die Arbeiten an den Auenanlagen sind noch im Gang. Der Umzug der Schule soll zum Schuljahresbeginn 2010/2011 im August abgeschlossen sein.Wie bei den anderen PP-Bauprojekten im Kreis konnte wieder weit ber 70 Prozent der Auftrge in der Region bleiben, teilte der Landrat mit. Damit habe sich der Ansatz, in schwierigen Auftragszeiten fr die lokale Bauwirtschaft und die regionalen Handwerksbetriebe mit einem ffentlichen lokalen Konjunkturprogramm gegenzusteuern im vollem Umfang umsetzen lassen.

Die neue Berufsschule nutzt fnf Gebude der ehemaligen Kaserne. Der Bereich Wirtschaft wird in den ehemaligen Panzerunterstand einziehen, erlutert Schmidt. Dazu wurde die Halle unter Einbeziehung der vorhandenen Trgerstruktur zur Solarhalle mit lichtdurchlssigem Photovoltaikdach umgebaut. In die Halle wurden die Klassenrume pavillonartig eingebaut. Die Metall-, KfZ- und Holzwerksttten werden in die vorhandenen Werkstattgebude einziehen. Dazu wurden die Gebude behutsam umgebaut. Fr die Schulverwaltung wurde das ehemalige Verwaltungs- und Unterkunftsgebude baulich angepasst fr Teile des Fachbereichs Wirtschaft ein weiteres Kasernengebude saniert. Das ehemalige Kasino der Kaserne wird die Mensa, die Aula sowie Teile der Ernhrungsausbildung aufnehmen und ber einen Campus mit dem Rest der Schule verbunden. Schmidt: Das Konzept ist offen angelegt, so dass Bestands- und Erweiterungsbauten weitere Bildungseinrichtungen und nutzungen aufnehmen knnen. Fr den Schulneubau waren rund 17,3 Millionen eingeplant. Die Schlussabrechnung liegt zwar noch nicht vor, aber alle Zwischenfinanzplanungen lagen voll im vorgegebenen Rahmen, zeigte sich Schmidt abschlieend zuversichtlich, dass die Kostenvorgabe auch eingehalten werden kann.

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