„Plan-B“ für den Hessentag

Von ANDREAS BERNHARD Schwalm-Eder. Das habe ich in unserer Branche noch nicht erlebt, betonte Brauereichef Frank Bettenhuser lach

Von ANDREAS BERNHARD

Schwalm-Eder. Das habe ich in unserer Branche noch nicht erlebt, betonte Brauereichef Frank Bettenhuser lachend. Grund der Freude: Wenn alles klappt wird die Hessische Lwenbier Brauerei aus Malsfeld doch noch beim Hessentag in Homberg ihr preisgekrntes Bier ausschenken knnen. Fr die berraschende Wendung im Schoppen-Streit (wir berichteten) sorgte Landrat Frank-Martin Neuprtl. Bei der Jahreshauptversammlung des Frdervereins Brauerei Malsfeld legte er zusammen mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Winfried Becker seinen Plan- B vor. Der sieht so aus: Dem Brauereiverein werden kostenlos Standflchen auf dem Gelnde des Kreises angeboten. Konkret im Gesprch sind die Parkstrae, vor der Kreisverwaltung, und ein Platz in der Drnbergkaserne.

Kampf hinter den Kulissen

Dem vorrausgegangen war ein lange hinter den Kulissen ausgetragener Kampf um die Beteiligung der Hessischen Lwenbrauerei am Hessentag. Whrend der Homberger Brgermeister Martin Wagner betont, er habe den Malsfeldern nur die Beteiligung an der Ausschreibung zugesagt, die letztlich die Licher-Brauerei gewann, sehen die Malsfelder die Sache bis heute anders: Bis hinauf zum Hessischen Umweltminister Wilhelm Ditzel habe es Gesprche gegeben, erlutert Brauereichef Frank Bettenhuser. Stets verbunden mit der Zusage: Ihr seid dabei.

Keine neue Ausschreibung

Plan-A, so der Malsfelder Brgermeister Herbert Vaupel, gleichzeitig Vorsitzender des Frdervereins, bleibt aber eine Einigung mit Licher. Er selbst habe noch einmal mit dem Amtskollegen Wagner gesprochen und dieser habe versprochen sich persnlich mit der Licher-Brauerei in Verbindung zusetzen. Bislang ohne Antwort. Sein persnliches Eingreifen in den Streit zwischen der Hessentagsverwaltung in Homberg und den Brauern aus Malsfeld begrndete der Landrat damit, dass er den Ausschluss des heimischen Gerstensaftes von dem Groereignis als einen untragbaren Zustand empfinde. Es ist im Interesse des Landkreises, dass beim Hessentag auch heimisches Bier ausgeschenkt wird, betonte er.

Ausschanklizens bentigt

Um eine erneute Ausschreibung zu vermeiden, wird nicht die Brauerei selbst, sondern der Frderverein die Stnde betreiben. Wir werden den Besuchern das traditionsreiche Brauereihandwerk vorfhren, so Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann, aber natrlich auch unser Bier anbieten. Zuvor jedoch muss der Verein eine Ausschanklizens bei der Stadt Homberg beantragen. Landrat Frank-Martin Neuprtl zeigt sich zuversichtlich: Die wird wohl kaum abgelehnt werden knnen.

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