Polizei zieht Bilanz zum Hessentag

Polizei zieht Bilanz zum HessentagHomberg. 810.000 Besucher besuchten den 48. Hessentag in Homberg(Efze). So die Bilanz nach dem gestrigen Sonntag. Al

Polizei zieht Bilanz zum Hessentag

Homberg. 810.000 Besucher besuchten den 48. Hessentag in Homberg(Efze). So die Bilanz nach dem gestrigen Sonntag. Allein den Festumzug schauten sich knapp 50.000 Menschen an. Das Konzert der rzte, das am Abend in der Hessentagsarena stattfand, lockte ca. 40.000 Fans auf das fr solche Anlsse optimal gelegene Areal in der ehemaligen Ostpreuenkaserne.

Der Festumzug, wie auch alle Veranstaltung des letzten Veranstaltungstages verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Das hohe Verkehrsaufkommen anlsslich des Festumzuges und des rzte-Konzertes konnte durch Einsatz von starken Verkehrskrften ohne Schwierigkeiten bewltigt werden. Nach den Erfahrungen des Konzertes von Herbert Grnemeyer eine Woche zuvor, war die Verkehrsfhrung und die Beschilderung optimiert worden. Zur Entzerrung der Verkehrsstrme trug auch bei, dass viele Besucher des rzte-Konzertes schon sehr frh anreisten.

Etwas Geduld brauchten die rzte Fans dann auf dem Nachhauseweg.Als das Konzert gegen 22.30 Uhr endete kam es durch die Abreise der Konzertbesucher schnell zu erheblichem Verkehrsaufkommen auf allen Ausfallstraen rund um Homberg. An der Abfahrtstelle der Shuttlebussen herrschte starker Andrang. Die Polizei reagierte dort mit Lautsprecherdurchsagen durch geschulte Kommunikatoren, was erfahrungsgem schnell zu Entspannung der Situation beitrgt. Allein dadurch, dass die Menschen durch diese Art der Ansprache ber die Ablufe informiert und auf dem Laufenden gehalten werden.

Um 00.30 Uhr stellte die Polizei ca. 300 Personen an den Bushaltestellen in der Kasseler Strae fest. Sie wollten alle mit dem Bus nach Melsungen. Allerdings war der letzte Bus schon abgefahren. Die Beamten wandten sich an den Leiter des Ordnungsamtes, der, wie die Polizei und viele andere Helfer von Feuerwehr, Rotes Kreuz, THW, Sicherheitsdienst, noch immer im Einsatz war, um bis ganz zum Schluss darber zu wachen, dass auch der letzte Besucher wohlbehalten den Hessentag beschlieen kann. Der Ordnungsamtsleiter organisierte noch 5 Busse und den Menschen war geholfen.

Geholfen werden konnte auch einer besorgten Mutter, die sich vor 01.00 Uhr an die Polizei wandte. Sie suchte seit zwei Stunden ihre 4 Kinder, die das Konzert der rzte besucht hatten. Wie sich wenig spter herausstellte, warteten die Kinder bereits seit zwei Stunden am PKW der Mutter. Man hatte sich offenbar irgendwo zwischen den vielen Menschen gegenseitig verpasst.

Noch ein kleiner Splitter vom frhen Sonntagabend: Kurz nach 19.00 Uhr suchte eine Familie aus der Westheimer Strae besorgt Rat und Hilfe bei der Polizei. Seit einer halben Stunde suchte die Familie nach dem 3jhrigen Sohn. Er war offenbar in einem unbemerkten Moment aus der Haustr gegangen und hatte sich unter die Leute gemischt. Polizeibeamte suchten zunchst die Umgebung um das Wohnhaus ab, fragten viele Standebetreiber nach dem kleinen Jungen mit dem dunklen Pullover mit Winnie Pooh-Aufdruck. Noch whrend der Suchmanahmen wandte sich eine Kindergrtnerin eines nahe gelegenen Kindergartens an die Polizei. Dort war ein Kind aufgetaucht, welches zum Spielen Einlass begehrte. So kam es, dass Polizeibeamte schon wenig spter den Jungen einer glcklichen Mutter in die Arme drcken konnten.

Schlielich, als die letzten rztefans zwischen 01.30 und 02.00 Uhr ihren Weg aus Homberg gefunden hatten, fand auch fr die Beamten der Landeskradstaffel der Hessentag seinen Abschluss. Die Beamten waren aus ganz Hessen zusammengezogen worden und whrend des gesamten Hessentages in Homberg untergebracht. Sie waren mit ihren Polizeimotorrdern vom ersten bis zum letzten Tag oder konkreter noch- bis zur letzten Minute in und um Homberg im Einsatz. Sie standen im wahrsten Sinne in der vordersten Linie, sorgten bei jedem Wetter, bei Tag und Nacht dafr dass es "luft".

Die Bilanz der Polizei nimmt sich ber den 48.Hessentag in Homberg insgesamt sehr positiv aus. Es kam zu keinen greren Zwischenfllen oder Straftaten. Einige, verhltnismig wenige Strafanzeigen wegen Krperverletzungen kamen zur Anzeige, die meist persnlichen Auseinandersetzungen zu vorgerckter Stunde, oft im Zusammenhang mit Alkohol, geschuldet waren. Die Polizei war stets auf den Veranstaltungsflchen prsent.

Kleinere Rangeleien konnten so im Ansatz befriedet werden. Das Vorkommnis, bei dem zwei Polizeibeamte verletzt wurden (ich berichtete), ereignete sich am Rande des Hessentages. Die Beamten der Hessentagswache waren wegen eines Streits zwischen zwei Brdern von einem der beiden in eine Spielothek am Marktplatz gerufen worden. Bei der Ingewahrsamnahme des anderen, der stark alkoholisiert und aggressiv war, wurden beide Beamte jeweils an einer Hand verletzt, was bei beiden einen operativen Eingriff nach sich zog. Einige kleine Sachbeschdigungen wurden gemeldet. So wurden 3 PKW leicht beschdigt, ein Loch in einen Holzsichtschutz getreten. In einem Fall hatten Unbekannte einen PKW-Anhnger angezndet. 4 Diebsthle wurden angezeigt. Eine Geldbrse, ein Kabel, ein Werkzeugkoffer waren gestohlen worden.

Auch in Homberg hat sich wieder besttigt, ein Hessentag ist ein frhliches Fest voller positiver Emotionen. Die Menschen feiern gemeinsam und diese ganz besondere Stimmung, die einen Hessentag ausmacht, wirkt sich aus. Auf Besucher, Anwohner und die vielen, vielen Helfer. Veranstalter, Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, Sicherheitsdienst - alle arbeiten Hand in Hand, um die Sicherheit der Besucher bei dem grten Landesfest zu gewhrleisten.

Die Sicherheitskrfte waren in einer gemeinsamen Einsatzleitstelle bzw. Befehlsstelle in der ehemaligen Drnbergkaserne in Homberg untergebracht. So war auf im wahrsten Sinne kurzen Wegen eine optimale Zusammenarbeit mglich. Alle Helfer und Sicherheitskrfte waren hoch motiviert und stets bis in die Morgenstunden mit vollem Eifer im Einsatz. Die Anerkennung fr ihren Dienst erfuhren die vielen Helfer und Sicherheitskrfte zum einen tglich im Kontakt mit den Menschen, zum anderen durch ihre Vorgesetzten oder Einsatzleiter und nicht zuletzt durch Herrn Ministerprsidenten Roland Koch und den Hessischen Innenminister Volker Bouffier, denen es ein Anliegen war, persnlich in der gemeinsamen Befehlsstelle/ Einsatzleitstelle mit den Helfern und Einsatzkrften zu sprechen. Selbst das Hessentagspaar richtete es sich, trotz des wahrlich berquellenden Terminkalenders ein, die gemeinsame Befehlsstelle zu besuchen.

Der 48.Hessentag wird bei der Polizeidirektion Schwalm-Eder, die den polizeilichen Einsatz zu leiten hatte und allen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sehr positiver Erinnerung bleiben. (ots)

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