Profischmiede in Kassel?

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Kassel. Übernimmt Rüdiger Abramczik die Leitung der Talentschmiede?

Kassel. Das war die Nachricht der Woche. Der türkische Rekordmeister Galatasaray will mit dem KSV Hessen Kassel kooperieren und eine Talentschmiede auf Bundesliganiveau aufbauen. Im ersten Schritt sollen sechs Millionen Euro in das ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld investiert werden.

15 Standorte hatte der türkische Profiklub geprüft. Vor sechs Monaten war erstmals eine kleine Delegation in Kassel. Was sie gesehen hat, muss sie beeindruckt haben, denn jetzt schickte Galatasaray nicht nur Delegationsleiter und Ex-Dortmund-Profi Erdal Keser, sondern auch seinen Finanzvorstand, den sportlichen Leiter und den Architekt des Vereins, der die neue Türk Telekom-Arena in Istanbul gebaut hat. In Kassel hat er errechnet, dass für den Umbau des ehemaligen Kinderkrankenhauses Park Schönfeld sechs Millionen Euro investiert werden müssen.

In Kassel wurden die Gäste aus Istanbul mit offenen Armen empfangen. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Uni-Rektor Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep und KSV-Beirat Jens Rose machten deutlich, dass die Idee eines Nachwuchsförderzentrums gut ankommt.

"Von unserem modernen sportwissenschaftlichen Fakultät waren sie begeistert", schilderte Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep seine Eindrücke. Und Jens Rose ergänzte: "Wir haben ja schon mal an ein Nachwuchszentrum gedacht und viel Vorarbeit in das Projekt gesteckt. Das könnte jetzt verwirklicht werden. Galatasaray hat die Mittel dazu. Der KSV Hessen würde in der Jugendarbeit einen gewaltigen Sprung tun."

Kein Wunder also, dass die Delegation aus der Türkei die Zusammenarbeit mit dem KSV Hessen positiv beurteilt hat. Jetzt ist der KSV an der Reihe und muss seine Hausaufgaben machen. "Wir werden das in Ruhe prüfen", hat schon Aufsichtsratschef Wolfgang Linnenbrink verkündet. Für die Leitung der Kaderschmiede ist übrigens ein alter Bekannter im Gespräch. Rüdiger Abramczik, einst sportlicher Leiter beim KSV, hatte das Projekt mit seinem alten Freund Erdal Keser ins Rollen gebracht. Am Delegationsbesuch konnte er sich leider nicht beteiligen. Eine Mandeloperation hat ihn außer Gefecht gesetzt.

Das alles ist für KSV-Vorstand Dirk Lassen Schnee von übermorgen: "Ein solches Projekt dauert seine Zeit. Das ist Jens Roses Spielfeld. Wir müssen nur aufpassen, dass wir uns vertraglich gut absichern und die Risiken in überschaubarem Rahmen halten."

Helfen sollen dabei die guten Kontakte in die Bundesliga. "Der Manager von Eintracht Braunschweig Marc Arnold hat uns schon seine Hilfe angeboten", erklärte Jens Rose.

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