Registrierungsaktion der DKMS: Marion sucht ihren Helden

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Für Marion (3.v.l.) aus Kaufungen ist eine Stammzellenspende die einzige Überlebenschance.

Die 60-jährige Marion aus Kaufungen hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance, doch bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Am morgigen Sonntag findet im Hugenottenhaus in Helsa-St. Ottilien eine Registrierungsaktion der DKMS satt,

Kaufungen/Helsa. Die 60-jährige Marion aus Kaufungen hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance, doch bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich an diesen Sonntag, 4. November, zwischen 11 und 16 Uhr im Hugenottenhaus Helsa-St. Ottilien als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen. Auch Geldspenden werden benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft DKMS allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Erst langsam spricht es sich herum, dass es in der Region eine Blutkrebspatientin gibt, die zum Überleben eine Stammzellspende benötigt. Bei Marion aus Kaufungen hat sich vor kurzem die Erkrankung kritisch entwickelt, weshalb eine Chemotherapie allein nicht ausreicht, um wieder gesund zu werden.

Genetischer Zwilling gesucht

Marion kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, weiß ihre Nichte Ramona Fiege. Sie ist Mitglied der Initiativgruppe, die gemeinsam mit dem MSC Sango und der DKMS die Registrierungsaktion in Helsa-St. Ottilien organisiert. Für Marion kam die Nachricht sehr überraschend, denn eigentlich ging es ihr ganz gut. Die ursprüngliche Diagnose hatte sie bereits vor einem Jahr bekommen und eine Stammzelltransplantation war eigentlich nicht geplant, doch vor kurzem hat sich der Blutkrebs kritisch entwickelt, so dass eine Stammzelltransplantation dringend notwendig ist. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Tilo Küthe übernommen. „Die Registrierung bedeutet nur wenig Aufwand, verändert aber vielleicht ein ganzes Leben. Bitte lasst uns zusammenstehen und Marion zeigen, dass wir mit ihr kämpfen.“

Shuttleservice steht bereit

Für potenzielle Spender gibt es am Sonntag übrigens ein ganz besonderes Angebot, denn in der Zeit von 11 bis 16 Uhr steht ein Shuttleservice von der Straßenbahnhaltestelle Bahnhof Eschenstruth nach St. Ottilien zur Verfügung. Das Reiseunternehmen Eckhardt Reisen wird diese Fahrten kostenlos übernehmen. Flyer mit der Telefonnummer von Eckhardt werden an der Haltestelle aushängen. Diejenigen, die einen Fahrdienst benötigten, werden gebeten Herr Eckhardt anzurufen (0172 / 5691212).

Die Registrierung selbst geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

DKMS-Spendenkonto IBAN: DE19 5205 0353 0001 1671 88 Verwendungszweck: Marion

Extra-Info: Die DKMS

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen lebensbedrohliche Blutkrebserkrankungen verschrieben hat. Das Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Dabei ist die DKMS weltweit führend in der Versorgung von Patienten mit lebensrettenden Stammzelltransplantaten. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, Polen, UK und Chile aktiv. Mehr als acht Millionen Lebensspender wurden über die DKMS registriert. Darüber hinaus betreibt die DKMS wissenschaftliche Forschung und setzt in ihrem Labor, dem DKMS Life Science Lab, Maßstäbe bei der Typisierung neuer Stammzellspender.

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