Resolution einstimmig verabschiedet 

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Vorsitzender Erhard Siebert (v.l.) übergibt Unterschriftensammlung regionaler und überregionaler Besucher zum Erhalt des Glasmuseums an Bürgermeister Jörg Schützeberg.

Jahreshauptversammlung der Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süssmuth e.V. in Immenhausen.

Immenhausen. Die öffentlich geführte Diskussion der vergangenen Monate um den Fortbestand des Glasmuseums bzw. mögliche Veränderungen machte es erforderlich, im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Mitglieder der Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süssmuth e.V. , eine Resolution zum Erhalt und Ausbau des Glasmuseums zu verabschieden. Darüber hinaus überreichte Vorsitzender Erhard Siebert eine Unterschriftensammlung mit 643 Unterschriften regionaler und überregionaler Besucher, die sich für den Erhalt des Immenhäuser Glasmuseums ausgesprochen haben, an Bürgermeister Jörg Schützeberg.

Resolution einstimmig verabschiedet 

In der einstimmig beschlossenen Resolution appellieren die Mitglieder der Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süßmuth e.V. an die Mandatsträger des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Immenhausen, die dringend notwendige Sanierung der Gebäudesubstanz und bauliche Verbesserungen im Außen- und Eingangsbereich (Foyer) umzusetzen. Desweiteren appellieren sie an die Verantwortlichen, sich für die Bewahrung und den Ausbau nachhaltiger Strukturen und erforderlicher Mittel einzusetzen, damit die bisherige ehrenamtliche mit hohem wissenschaftlichen Sachverstand erarbeitete museale Konzeption der Ausstellung von professionellem Fachpersonal in Verbindung mit ehrenamtlicher Arbeit zeitgemäß und zukunftsweisend weiter entwickelt werden kann.

Glashütte und Glasmuseum 

In der Begründung heißt es, dass das Glasmuseum das einzige Spezialmuseum für Glas in Hessen und international bekannt ist. Die zeitgenössische Glassammlung international anerkannter Studioglaskünstler, der Immenhäuser Glaspreis und die Sonderausstellungen stehen ebenso für hohe Qualität wie einst das Süssmuth-Glasdesign und die Tatkraft seiner Glashütten Mitarbeiter, die Immenhausen weit über die lokalen Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. Neben Richard Süssmuth sind es daher auch die Mitarbeiter, die seinerzeit mit ihrem Mut bei der Übernahme der Hütte eine hohe persönliche Veranwortung übernommen hatten und einen wichtigen sozialen Beitrag geleistet haben, der gewürdigt werden muss. Die Glashütte und das Glasmuseum sind untrennbar mit diesem Teil der Geschichte Immenhausens Verbunden, welche sich auch im Slogan „Immenhausen glasklar“ widerspiegelt. Dieses Alleinstellungsmerkmal soll als ein wichtiges touristisches und kulturelles Pfund mit Strahlkraft bewahrt gleichermaßen zeitgemäß aufbereitet und zukunftsweisend weiterentwickelt werden.

Erlebnis- und kulturorientierte Angebote 

Die Stadt Immenhausen und seine Mandatsträger werden aufgefordert zu prüfen, auf Basis welcher Kosten und Fördermittel seitens der EU, des Bundes oder des Landes, ein Anbau an der Nordseite des Museums errichtet und realisiert werden kann. Die Idee ist, in diesem Bereich die Glastechnik unterzubringen, so das dort einem selbständig arbeitenden Glashandwerker ein Arbeitsplatz zum Vorführen des Glashandwerks und zum Verkauf seiner Produkte zur Verfügung gestellt werden kann. Dies würde die touristische Attraktivität des Museums weiterhin erheblich beflügeln und die Besucherzahlen deutlich steigern.

Marktchancen durch Süssmuth-Pfad 

In seiner Resolution verweist der Förderverein auch auf weitere Marktchancen im Bereich Kulturtourismus, der sich durch die Umsetzung seines geplanten „Süssmuth-Pfades“ ergeben kann. Dieser soll vom Glasmuseum in die Stadt Immenhausen führen und an unterschiedlichen Punkten an das Wirken von Richard Süssmuth erinnern. Darüber hinaus soll mit ihm auch die Verbindung der Geschichte der Glashütte und des Glasmuseums mit der Stadtgeschichte deutlich gemacht werden.

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