Rundwanderweg verbindet Nordhessen und Nordrhein-Westfalen

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Bewilligungsbescheid für das LEADER-Projekt „Diemeltaler Höhenzüge“. Am Kalkberg in Warburg-Herlinghausen waren mit von der Partie: als Gastgeber Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln, Bürgermeister Rainer Rauch (Borgentreich), Bürgermeister Elmar Schröder (Diemelstadt) und Bürgermeister Harald Munser (Liebenau) sowie die Touristiker der Städte Warburg, Beverungen und Borgentreich, der Eggegebirgsverein und die Regionalmanagerin Stefanie Koch von der benachbarten LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck. Vorne: Förderdezernent Niels Hartmann überreicht Regionalmanagerin Christiane Sasse, den Bescheid.

Der Bewilligungsbescheid für den Rundweg beidseitig der Diemeltaler Höhenzüge ist da. Dieser wird die nordhessischen Landkreise mit dem nordrhein-westfälischem Kreis Höxter verbinden.

Liebenau. Lang ersehnt, ist er endlich da, der Bewilligungsbescheid für die Diemeltaler Höhenzüge. Wie der Name verdeutlicht, verläuft der zukünftige Rundwanderweg beidseitig der Höhenzüge des Diemeltals und verbindet dort die nordhessischen Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg mit dem nordrhein-westfälischen Kreis Höxter. Die nordrhein-westfälische Zuwendung durch das europäische Förderprogramm LEADER in Höhe von 20.121 Euro hatte der Dezernent der Bezirksregierung Detmold, Niels Hartmann, Ende November im Wanderrucksack. Gerne überreicht er diesen an die Regionalmanagerin Christiane Sasse von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Kulturland Kreis Höxter. Die Projektidee für die Diemeltaler Höhenzüge wurde im Jahr 2016 in der LAG Kulturland Kreis Höxter entwickelt und seit dem Schritt für Schritt vorangetrieben.

Herausforderung für mehr als zehn Projektpartner

Eine besondere Herausforderung stellte die „grenzüberschreitende“ Umsetzung des Projektes dar, hier galt es neben den unterschiedlichen Verwaltungsvorgaben auch die mehr als zehn Projektpartner unter einen Hut zu bekommen. Mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides für das nordrhein-westfälische Teilstück dieses Wanderweges konnte ein erster Meilenstein erreicht werden, auch in den hessischen LEADER-Regionen Diemelsee-Nordwaldeck und Kulturlandschaft HessenSpitze soll der Förderbescheid in Kürze übergeben werden. Die Förderung des Diemeltals und die Aufwertung regionaler und lokaler Besonderheiten - mit diesen gemeinsamen Schwerpunkten wurden die ehrenamtlichen Gremien der drei LEADER-Regionen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen von der Umsetzung dieses Kooperationsprojektes überzeugt.

Bemerkenswert sind besonders die naturräumlichen Besonderheiten der Region. Wie Perlen auf einer Kette reihen sich zwischen dem Quast bei Diemelstadt-Wethen und dem Weser-Skywalk bei Beverungen mehr als 20 kleinräumige Kalkmagerrasen und Wacholderheiden aneinander. Die beeindruckende Kulturlandschaft wurde über Jahrhunderte durch die Schaf- und Ziegenhaltung geschaffen; markante Wacholder auf mageren Muschelkalkböden prägen seitdem die Hänge des Diemeltals. Die Flächen sind somit nicht nur die letzte große Kalkmagerrasenlandschaft im Nordwesten Deutschlands, sie sind auch eine regelrechte Schatzkiste der Artenvielfalt.

Der geplante Rundwanderweg.

Trendelburger plante die Details der Streckenführung

Eine wichtige Zielsetzung bei der Umsetzung des 152 km langen Rundwanderweges war, dass keine neuen Wege durch die Planung des Wanderweg geschaffen werden müssen. Dieses Ziel wurde auch Dank des engagierten Einsatzes von Jan Kolditz aus Trendelburg erreicht. Jan Kolditz studiert Geoinformationstechnologie an der TU Dresden und kümmerte sich bereits im Vorfeld um die Planung der Wegweiser und Details der Streckenlegung. Auf dieser Grundlage wird die Wegeführung der „Diemeltaler Höhenzüge“ durch das Gebiet der nordrhein-westfälischen Städte Beverungen, Borgentreich und Warburg verlaufen, auf der hessischen Seite werden interessierte Wanderer durch die Kommunen Bad Karlshafen, Diemelstadt, Hofgeismar, Liebenau und Trendelburg geleitet. Alle acht Kommunen beteiligen sich auch finanziell an der Umsetzung dieses Kooperationsprojektes.

Im kommenden Jahr wird entlang der Strecke ein einheitliches Wegeleitsystem mit zahlreichen Zielwegweisern und Wegzeichen entstehen, geplant sind auch gemeinsame Marketingaktivitäten. So wird beispielsweise ein einheitliches Design für die Beschilderung entworfen, des Weiteren wird es in jeder Kommune eine Übersichtstafel mit einer Panoramakarte geben. Ein weiterer Baustein des Projektes ist eine ökonomische Potentialanalyse, welche den öffentlichen und privaten Akteuren vor Ort Möglichkeiten zur mittelfristigen Verbesserung der touristischen Infrastruktur aufzeigen soll. Interessierte Privatpersonen können sich diesbezüglich auch an das Regionalmanagement der jeweiligen LEADER-Regionen wenden, um ihre Projektideen vorzustellen.

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