Schneefrei für den Räumdienst?

Besen statt Schaufel - Kein Schnee in Sicht und trotzdem viel zu tun Wolfhagen/Hofgeismar. Die Rodelschlitten und Skier bleiben eingemottet, auch in d

Besen statt Schaufel - Kein Schnee in Sicht und trotzdem viel zu tun

Wolfhagen/Hofgeismar. Die Rodelschlitten und Skier bleiben eingemottet, auch in den kommenden Tagen lsst der Wintereinbruch auf sich warten. Laue Zeiten also fr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Winterdienstes in den Stdten und Gemeinden unseres Landkreises? Keinesfalls! Auch wenn die organgenen Krfte vom Dienst nicht Schnee wegschippen oder Salz auf vereiste Straen streuen, einen Lenz knnen sie sich nicht machen, trotz der dafr geeigneten Temperaturen.

Es gibt auch so genug zu tun, schmunzelt Wilfried Eckart, Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes der Stadt Hofgeismar, bei der Vorstellung, die stdtischen Bediensteten knnten jetzt Dumchen drehen. Trotzdem ist er nicht gerade unglcklich ber die lauen Temperaturen, denn die Stadt spart so eine Menge Geld. Zum einen mssen wir weniger fr Splitt und Streusalz ausgeben. Zum anderen hufen die Mitarbeiter nicht so viele berstunden an. In Hofgeismar wird der Winterdienst nmlich, wie in anderen Kommunen des Kreises auch, von Bediensteten des Bau- oder des Gartenamtes mit bernommen - das erfordert in strengen Wintern schon jede Menge Zeit zum normal weiterlaufenden Achtstunden-Tag. Hinzu kommen die Kosten fr die lngeren Betriebszeiten und den Einsatz der stdtischen Fahrzeuge.

Auch bei den Straenmeistereien im Landkreis ist man weit davon entfernt, eine ruhige Kugel zu schieben. Unsere Mitarbeiter sind nicht nur frs Schneeschieben zustndig, sondern auch fr die berwachung und Reinigung der Landkreis-Straen. Und dabei kam es in den letzten Tagen besonders dick: Nach dem 6. Januar, so die Erfahrung, sind die Winterdienstler oftmals damit beschftigt, Christbume und Silvesterhinterlassenschaften zu entsorgen, die illegal auf die Straen geworfen wurden.

Zudem sind unsere Trupps auch fr kleinere Straenausbesserungen da, heit es in den mtern. Mal wird hier ein Schlagloch ausgebessert, da ein Riss im Asphalt geflickt. Auerdem gibt es bei nchtlichen Minus-Graden frhmorgens Kontrollfahrten, um den Straenzustand zu berprfen und, wenn doch einmal ntig, Salz zu streuen.

Davon lagert beispielsweise in der Straenmeisterei Espenau zur Zeit jede Menge: Rund 450 Tonnen befinden sich einsatzbereit in der groen Halle; in einem Silo sind weitere 200 Tonnen Salz gebunkert. Damit das Streugut beim Aufbringen auf die Straen nicht wegfliegt oder von fahrenden Autos wegeschleudert werden kann, mischt der Winterdienst das Salz mit einer speziellen Lauge, von der sich ebenfalls rund 40.000 Liter auf dem Betriebsgelnde befinden.

Nachschub musste angesichts der Temperaturen noch nicht geordert werden. Klar ist der Winter bisher ein Schnppchen, wei Wilfried Eckart. Im vergangenen Schneejahr lagen die Kosten zum gleichen Zeitpunkt schon um ein Vielfaches hher. Das wird auch vorerst so bleiben, denn die Meteorologen prognostizieren: Eine Klteperiode ist noch lange nicht in Sicht!

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