Siebter Refugees`Day - Experten für Integration aus Europa zu Gast

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Europäische Delegation: Experten für Integration aus Italien, Spanien, Schweden, Finnland, Lettland, Österreich und Deutschland begleiteten den 7. Refugees Day. Zum Auftakt ging es an die Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar.

Mittlerweile zum siebten Mal unterstützte der Refugees`Day Geflüchtete dabei, sich einen Eindruck von Betrieben im Rahmen eines eintägigen Schnupperpraktikums zu machen. Diesmal begleitet von Experten für Integration aus ganz Europa.

Region. Noch internationaler als sonst präsentierte sich der jüngste Refugees‘ Day im Landkreis Kassel. Auch in der siebten Auflage ging es darum, möglichst viele Geflüchtete zu einem eintägigen Schnupperpraktikum in einem Betrieb zu verhelfen. Doch diesmal wurde der Refugees‘ Day begleitet von einer 21-köpfigen Delegation aus sieben europäischen Ländern, die im Rahmen des EU-Projekts "WIR" (Welcome and Intergration for Refugees in Europe) im Landkreis zu Gast waren.

Die Experten für Integration aus Italien, Spanien, Schweden, Finnland, Lettland, Österreich und Deutschland erhielten einen Einblick in den Ablauf des für den Deutschen Integrationspreis nominierten Refugees‘ Day und konnten den Teilnehmern ihre Fragen stellen. Auf dem Programm stand darüber hinaus der Besuch bei einigen der teilnehmenden Betriebe. Begleitet wurde die Delegation zudem durch Vertreter der Handwerkskammer Kassel sowie der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, die beide als Kooperationspartner den Refugees‘ Day von Beginn an unterstützen. Für andere europäische Länder ein Vorbild. „Das EU-Projekt WIR findet im Rahmen des Programms „Europa für die Bürger“ statt und dient dazu, in den unterschiedlichen Teilnehmerländern jeweils Beispiele vorbildhafter Integrationsarbeit kennenzulernen“, informiert Harald Kühlborn, der die internationalen Kooperationen des Landkreises koordiniert. Der Landkreis habe den Aufgabenbereich „Integration in Arbeit“ übernommen und „der Refugees‘ Day ist da für alle europäischen Länder ein Vorbild“, so Kühlborn weiter.

Gelungenes Beispiel für Integration: Ruta Checol Mehari kam 2015 nach Deutschland. Inzwischen ist sie in der kaufmännischen Ausbildung bei der IHK-Kassel Kassel-Marburg.

Bijan Otmischi, Integrationsmanager beim Landkreis Kassel, machte dabei noch einmal deutlich, worum es geht: „Geflüchtete Menschen suchen Arbeit und einen Platz in unserer Gesellschaft. Nordhessische Arbeitgeber suchen motivierte Arbeitnehmer und Auszubildende. Doch oft bleiben die angebotenen Arbeits- oder Ausbildungsplätze unbesetzt. Wir bringen diese beiden Gruppen am Refugees‘ Day zusammen.“ Zahlreiche Praktika sowie Arbeits- und Ausbildungsverträge entstanden. Der Refugees‘ Day biete Geflüchteten die Möglichkeit, einen Tag lang in einer regionalen Firma am Arbeitsleben teilzuhaben, so Otmischi. Für alle – Geflüchtete, Arbeitgeber und Mitarbeiter – sei das persönliche Kennenlernen und der direkte Austausch ein Gewinn. Inzwischen seien in Folge des Refugees Day bereits zahlreiche Praktika sowie Arbeits- und Ausbildungsverträge entstanden. Auf einen Ausbildungsplatz hofft auch Ebrahim Chakari. Der 26-jährige Afghane durfte einen Tag lang in der Produktion beim Pumpen- und Kompressorhersteller Sera in Immenhausen erste Eindrücke sammeln.

Suche nach einer Ausbildungsstelle: Ebrahim Chakari (vorn) aus Afghanistan nutzte den Refugees Day für ein Schnupperpraktikum bei der Firma Sera in Immenhausen. Pumpenmonteur Sebastian Prätorius (hinten) erläuterte ihm den Prüfstand. 

Das international agierende Unternehmen hat bereits mehrere Geflüchtete über ein weiteres Integrations-Programm aufgenommen. Stefan Merwar, Marketingleiter bei Sera, konnte daher der internationalen Besuchergruppe bereits von den ersten Erfahrungen seines Unternehmens berichten. So müsse etwa das gegenseitige kulturelle Verstehen gelernt werden und auch bei den fachspezifischen Sprachkenntnissen brauche man einen langen Atem, betonte Merwar. Trotzdem sei das Unternehmen weiterhin offen für Geflüchtete.

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