Sommer-BIWAK erfolgreich abgeschlossen

Hofgeismar / Grebenstein. Ein Wochenende im Zeichen der militrischen bung! Ob Handgranatenwerfen,Orientierungsmarsch oder Feldlager, ein W

Hofgeismar / Grebenstein. Ein Wochenende im Zeichen der militrischen bung! Ob Handgranatenwerfen,Orientierungsmarsch oder Feldlager, ein Wochenende das viel zu bieten hatte; schlechte Stimmung warhier fehl am Platz! Als es am Freitagabend los ging, war dies auch im wahrsten Sinne des Wortes so zu verstehen. Der Himmel ffnete seine Schleusen und sptestens jetzt wusste jeder, was die Ausbilder mit ihremAusspruch, Macht die Zelte geflligst Wetterfest(!), gemeint hatten. So ein Wassergraben um das Zwei- bzw. Sechs-Mann-Zelt gehrt nmlich nicht zur B-Note, sondern hat durchaus ebenso seine praktische Relevanzwie eine feste Zeltverankerung oder der wrmende Zeltinnenausbau mit einem Waldluferbett (trocken isolierender Reisig-Moos-Unterbau). Nach dem Schauer frisch aus seinem Zelt gekrochen, wnschte sich somancher doch lieber in sein warmes, heimisches Doppelbett zurck, aber das lag zu diesem Zeitpunkt bis Sonntag noch scheinbar in unerreichbarer ferne. Nach der Besprechung der Vorkommandos wurde dann zuAusbildungszwecken, in eine vorbereitete Ausweichstellung verlegt. Man glaubt gar nicht, wie luxuris einem eine schlichte Feldscheune mit Stroh vorkommen kann, wenn man zuvor noch einen Regenschauer in kleinenZwei-Mann-Zelten berstanden hat. So war es allerdings pltzlich auch gar nicht mehr schwer, jeden einzelnen davon zu berzeugen, dass die theoretische Ausbildung zum Aufbau eines BIWAKs durchaus fr jedenselbst, einen sehr positiven Nutzen haben kann, jedenfalls wenn man aufpasst!

Nach einer kurzen Nacht in den Zelten oder als Ausweichquartier in der Feldscheune, stand nach einem Alarmwecken Krperpflege auf dem Dienstplan. Das hausgemachte Frhstck der Familie Sinning entschdigtedaraufhin nicht nur mit frischen Brtchen und Rhrei fr die Nacht fern dem eigenen Bett. Der duftend frische Kaffee, an einem herrlichen Samstagmorgen, auf der Gartenterrasse des Hof Butzbach (Lager Butzbach), lies berdies die bung wie einen Sommerurlaub anmuten.Der Schrei Antreten, durch den Leitenden SFw d.R., Lothar Trinoga, verriet jedoch kurz darauf, dass dem nicht mehr lange so sein wrde. Mit einer kurzen Einweisung in die Lage, wurden alle verfgbaren Krfte zumHandgranatenzielwerfen befohlen. An Hausattrappen musste nun jeder zeigen, was er eigentlich noch knnen sollte. Aber ebenso wie noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, so musste auch hier gebt werden. benund Spa dabei zu haben, dass ist die Mischung, die die freiwillige, beorderungsunabhngige Reserve auszeichnet. Das eine wre ohne das andere nur eine halbe Sache und weitaus weniger effektiv.

Den nchsten Part kennt jeder. Wer einen Fhrerschein sein Eigen nennen kann, meint meistens auch etwas von Erster-Hilfe zu verstehen, aber wer kommt schon auf die Idee, dass sich da etwas ndern knnte oderdass man hin und wieder ben sollte? Ganz klar: Reservisten! Von der neuen Form der Stabilen Seitenlage ber das Verhalten bei Motorradunfllen hin zur militrischen Erstversorgung unter Gefechtsbedingungen mit schnellem Krankentransport wurde alles geboten. Intensiv aber interessant und abwechslungsreich, so das Motto der Sanitts(SAN)-Ausbildung.Um die Zeit der Mittagsverpflegung gleich doppelt produktiv zu nutzen, standen fr die eingeteilten Kleingruppen neben der Verpflegung, Selbststudium und Unterrichtsvorbereitung auf dem Programm. Hierbei wurden verschiedene Verhaltensgrundstze im Felde, wie Beobachten und Melden, Karte & Kompass oder Orientieren bei Nacht und eingeschrnkter Sicht vorbereitet und im Anschluss hieran den anderen Gruppen vorgestelltund anschaulich verdeutlicht.

KRAWUMM und dann ein Schrei Granateinschlag. Soldaten, die sich hinter einer Mauer in Deckung strzen. Ein vorsichtiger Blick, Nebel! Eine umherirrende Person, die aus dem Nebel kommt, ein Soldat(?)und da noch ein Granateinschlag. Beherzt wurde aus mehreren Schulungsgruppen, die sich noch mitten in ihrer feldmigen Selbstausbildung befanden, EINE TRUPPE. Der hchste sofort verfgbare Dienstgrad bernahm die Fhrung. Ihr zwei an der Hauswand entlang nach vorne zur Lageerkundung; Ihr zwei die umherirrende Person versorgen; der Rest folgt mir! Vom Buschwerk aus sahen sie es dann. Ein auffreiem Feld liegender, verletzter Kamerad, der sich unter leichtem Granatbeschuss. Kein Treffer, nur ein Splitter. In die Rundumsicherung! Feind aufklren und bekmpfen! SAN-Trupp zur Verwundetenversorgungholt ihn da raus!!!. Alles wird gut Kamerad, wir versorgen dich; Wird der andere schon betreut? LAGEENDE, Nachbesprechung!. Eine Lage und was fr eine! Adrenalin pur der Sprung ins kalte Wasser hat gewirkt und war obendrein auch noch sehr erfolgreich, doch zum Glck nur eine bung!

Da kam allen der folgende Orientierungsmarsch geradezu erholsam vor. Gruppenweise ging es auf die Strecke. An der Mittelstation dann die Erinnerung an die Schulzeit, ein Fragebogen. Ein Test zur sicherheitspolitischen Situation sowie deren Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt. Nach dem mustermigen Ausbau des primren BIWAK Platzes, der im Anschluss erfolgte, stand dessen Sinnvermittlung auf der Agenda. Warum baue ich ein Grubenfeuer eben so und nicht anders? oder Wie kann ich mir Feldmbel (z.B. eine feste Bank) aus sten und Blttern bauen? und Wofr brauche ich das alles?.

Bis zum Nachtmarsch blieb dann das Lager die eigentliche Aufgabe in der nicht nur geruh, sondern dieses auch weiter ausgebaut wurde oder Parallelausbildung stattfand. Der nchtliche Marsch bot dann gleich dieMglichkeit das vorher noch vertiefte Wissen ber Orientieren bei Nacht oder Beobachten und Melden bei eingeschrnkter Sicht, in die Praxis umzusetzen. Ein pltzlich eingeschobener Eil-Krankentransport auf demKrankenbergetuch forderte dann zurck zum Lager noch einmal alles. Geschafft! Ruhephase, ein wenig Schlaf und das heimische Bett nur noch ein paar Stunden entfernt. Nach dem Frhstck, dem Schleifen (Abbau) des Lagers und einem Abschlussantreten mit Nachbesprechung,war man sich einig: fordernd aber frdernd! Zusammenhalt, Engagement und Einsatzbereitschaft sind mehr als lehre Phrasen. Das Wissen in verschiedensten Situationen zielgerichtet reagieren und aktivhelfen zu knnen, sind nachhaltige Erfahrungen, die jeder Teilnehmer von dieser bung fr sich ganz persnlich mitnahm. Der gemtliche Ausklang mit Familienangehrigen rundete das Wochenende im Zeichen derReservisten schlussendlich harmonisch ab. Auch wenn sich die Zeiten ndern und die Phase des Kalten Krieges mit all ihren Schrecken lngst berwunden wurde, so wre es wohl unverantwortlich zu sagen, dass in der heutigen Zeit absolut nichts passieren knne und wenn doch, dann sollten sich doch bitte andere darum kmmern zu reagieren und flexibelhelfen zu knnen. Verantwortung ist nicht delegierbar oder teilbar und soziales Engagement fr Staat und Gesellschaft sind dass, was einen Reservisten auszeichnet! Wen es brennt, ruft man die Feuerwehr, wenetwas greres passiert auch noch das THW hinzu, aber was wre z.B. bei all den zunehmenden Hochwaser- Katastrophen der letzten Jahre los gewesen, wenn es nicht auch die Bundeswehr und ihre Reservisten gebenwrde? Soziale Verantwortung und bermilitrisches Engagement sind fr Reservisten halt kein Fremdwort!

Initiative erstreckt sich in unserer Zeit auch ber das rein militrische hinaus, wenn auch militrische Basics einfach wichtig sind und bleiben! Engagement in unserer und fr unsere Region sind fr uns selbstverstndlich wir sind "Staatsbrger in Uniform"!Ausblick: Aufgrund der starken Begeisterung der Teilnehmer wird fr Ende Juli / Anfang August 2009 ein (Sommer-)BIWAK im Rahmen einer eingebetteten Objektschutzbung geplant. Voranfragen / -anmeldungenoder die aktive Einbringung spezieller Qualifikationen auch der Zivil-Militrischen-Zusammenarbeit sind bereits jetzt unter

www.Kreisgruppe-Kurhessen.dewww.vdrbw.de/kg_kurhessen/index.phpwww.RESERVISTENTAG.de

mglich.

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