Spur aus Vellmar: Wieder Festnahmen im Sicherheitsgewerbe

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In Vellmar hatten die Untersuchungen im Sicherheitsgewerbe im November 2016 ihren Anfang genommen.

Im November 2016 brachte eine Razzia beim Vellmarer Sicherheitsunternehmen Sicherheitsdienst24 den Stein ins Rollen. Der Hauptbeschuldigte sitzt in Untersuchungshaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Jetzt folgten in Zwickau weitere Festnahmen.

Vellmar.  Eine Razzia im November 2016 sorgte für Aufruhr in der Sicherheistbranche. Der bundesweit agierende Sicherheitsdienst 24 in Vellmar war wegen des Verdachts der Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung vom Zoll gefilzt worden. Es folgte die Insolvenz des Unternehmens, der Chef schmort weiterhin in Untersuchungshaft. Bei den Ermittlungen stießen die Beamten von Zoll und Steuerfahndung auf weitere Verdächtige.

Und nun folgten weitere Festnahmen: Mehr als 450 Ermittler des Zolls und der Steuerfahndung durchsuchten 48 Wohnungen und Geschäftsräume in Sachsen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liege in Zwickau, erklärte Oliver Möller, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden. Dort wurden zwei 39 Jahre alte Männer festgenommen.

Die Razzia richtete sich gegen insgesamt 20 Beschuldigte, die in organisierter Form Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung betrieben haben sollen. Sie sollen Wachleute in Asylbewerberheimen schwarz beschäftigt haben. Sozialkassen und Fiskus sei dadurch ein Schaden von rund zwei Millionen Euro entstanden sein, hieß es.

Gegen die beiden Männer lagen Haftbefehle vor, sie sollten im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismaterial wie Computer und Mobiltelefone sicher. Zudem wurden drei Schusswaffen, Munition, ein Bolzenschussgerät, zwei Schreckschusswaffen, zwei Schlagringe, rund 835 000 Bargeld und zwei hochwertige Autos dingfest gemacht.

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