Stottertherapie erfolgreich

Bad Emstal. Seit Anfang 2009 kooperiert die Gmnder ErsatzKasse GEK mit dem Institut der Kasseler Stottertherapie (KST) in Bad

Bad Emstal. Seit Anfang 2009 kooperiert die Gmnder ErsatzKasse GEK mit dem Institut der Kasseler Stottertherapie (KST) in Bad Emstal-Sand. Eine aktuelle Teilnehmerbefragung unter GEK Versicherten zeigt jetzt durchweg hohe Zufriedenheitswerte. Die Umfrage lieferte zudem Belege fr Therapieerfolge und Einspareffekte. GEK-Vorstand Dr. Rolf-Ulrich Schlenker: Die Kasseler Stottertherapie ist ein gutes Beispiel fr innovative Versorgung. Sie kommt an und wirkt nachhaltig.

Von 31 GEK Versicherten im Alter von 6 bis 60 Jahre, die seit 1999 die Kasseler Stottertherapie durchlaufen haben, nahmen 28 an der Befragung teil. 26 gaben an, dass die Therapie bei ihnen erfolgreich verlaufen sei. 23 sprechen von einem anhaltenden Erfolg ber einen Zeitraum von mehr als zwlf Monaten. Lediglich zwei Personen sahen keinen Therapieerfolg. Entsprechend positiv wurden auch abgefragte Einzelkriterien wie Zeitaufwand, die Arbeit des Therapeuten oder die Betreuung nach der Therapie bewertet.

Alle Befragten gaben an, dass nach Abschluss der Kasseler Stottertherapie keine zustzlichen therapeutischen Manahmen notwendig waren. Aus Patientensicht gibt es mehrere Grnde fr diesen Erfolg: So folgt auf die therapeutische Intensivphase eine strukturierte Nachsorge mit Auffrischungskursen. Auch das ben mit einer speziellen Sprechsoftware spielt eine wesentliche Rolle.

Ein Blick auf die individuelle Vorgeschichte der Betroffenen verdeutlicht auch den wirtschaftlichen Effekt: Alle 28 Personen hatten zuvor logopdische Therapien ber einen Behandlungszeitraum von einem bis zu sechs Jahren in Anspruch genommen. Acht Patienten berichteten ber zustzliche psychotherapeutische Manahmen, auch vollstationre und rehabilitative Leistungen spielten eine Rolle. Laut Befragung blieben diese Therapien aber ohne jeden Erfolg.

Dazu passt auch ein anderes Ergebnis der Befragung: In 19 von 28 Fllen trat das Stottern erstmals zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr auf, doch nur bei neun Patienten wurde in diesem Alter auch mit der Therapie begonnen. In 17 Fllen waren die Personen lter, in 12 Fllen sogar lter als neun. GEK Chef Schlenker: Zwischen Diagnose und Therapie darf keine Lcke entstehen. Und je frher die Behandlung einsetzt, desto grer sind die Heilungschancen.

Die GEK bernimmt als erste Krankenkasse die Kosten der KST-Intensivtherapie FranKa fr Kinder ab sechs Jahren. Die Kooperation soll auch nach der Vereinigung der GEK mit der BARMER zum 1. Januar 2010 zugunsten der neuen Versichertengemeinschaft fortgefhrt werden.

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