Tauschaktion: Abfall gegen Kompost und Kräuter

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Horst Hartwich (li.) aus Söhrewald-Wellerode, der Grünabfälle ablieferte, freut sich über den Gutschein und das Samenpäckchen, überreicht von Uwe Pietsch.

Im Rahmen der Kampagne "Aktion Biotonne Deutschland" können Interessierte kompostierbare Abfälle zu den Biokompostierungsanlagen in Hofgeismar, Lohfelden oder Fuldatal bringen und so einen Gutschein für 100 Liter Kompost und eine Tüte mit Samen bekommen.

Landkreis. „Essensreste gegen Kompost und Kräuter“ – die Abfallentsorgung Kreis Kassel beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne „Aktion Biotonne Deutschland“, die noch bis zum 29. September läuft. „Wer auf unseren drei Biokompostierungsanlagen in Hofgeismar, Lohfelden oder Fuldatal während der Aktionswochen kompostierbare Abfälle abgibt, erhält einen Gutschein für 100 Liter Kompost und eine Tüte mit Bio-Samen für Kresse oder für eine Sommerblumenmischung im Tausch“, verspricht Uwe Pietsch, Betriebsleiter der Abfallentsorgung Kreis Kassel.

Koch- und Essenreste gehören in die Biotonne

Millionen von Tonnen an Küchen- und Gartenabfällen werden falsch getrennt und landen im Restabfall. Die „Aktion Biotonne Deutschland“ möchte diese gigantische Verschwendung von Biomasse, aus der wertvoller Kompost sowie Biogas für Strom und Wärme hergestellt werden kann, eindämmen. „Koch- und Essensabfälle gehören in die Biotonne“, sagt Uwe Pietsch. „Wer konsequent so handelt, leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Recycling sowie Ressourcen- und Klimaschutz.“ Nur wenige Bürger wissen, dass neben Teebeutel und Bananenschalen auch Speisereste wie Käsereste oder Fisch und Fleisch über die Biotonne gut verwertet werden können.

Glas und Plastiktüten in der Biotonne richten großen Schaden an. Die Kampagne wirbt nicht nur für mehr, sondern auch für sauberen Bioabfall. Denn leider landen viele Küchenabfälle noch zusammen mit nicht kompostierbaren Materialien wie herkömmlichen Plastiktüten in der Biotonne. Großes Problem dabei ist: Plastik, Glas, Dosen und andere Fremdstoffe können nur mit großem Aufwand und hohen Kosten in der Kompost- und Biogasanlage aussortiert werden.

„Alle Verunreinigungen wie etwa Plastik müssen von den Mitarbeitern in den Biokompostierungsanlagen mit aufwändiger Maschinentechnik wieder aussortiert werden, um die strengen gesetzlichen Anforderungen für das Endprodukt gütegesicherten Kompost zu erreichen“, so Uwe Pietsch. „Nur erstklassiger Kompost lässt sich heutzutage vernünftig und kostenorientiert vermarkten. Und genau darauf zielt ja diese Kampagne.“

Abfallentsorgung bietet kompostierbare Biobeutel

Für die hygienische Sammlung von Essensresten bieten sich stattdessen die kompostierbaren Biobeutel, die an den Standorten der Abfallentsorgung Kreis Kassel und bei den Städten und Gemeinden erhältlich sind an, aber auch Zeitungspapier zum Einwickeln der Essensreste erfüllt seinen Zweck. Das ist für die spätere Verwertung kein Problem.

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