Tierquälerei an der Friedenseiche

Aufmerksame Brger entdecken illegale Fallen Jagdbehrde greift einVon HELMUT KRMLERHofgeismar. Erschossen, erschlagen oder in

Aufmerksame Brger entdecken illegale Fallen Jagdbehrde greift ein

Von HELMUT KRMLER

Hofgeismar. Erschossen, erschlagen oder in Fallen geqult, das ist die blutige Realitt in deutschen Wldern: Jedes Jahr werden Millionen von Wildtieren ums Leben gebracht oftmals als Hobby und Freizeitvergngen von Jgern und Jagdpchtern. Dabei verliert der Eine oder Andere im Jagdfieber wohl den Pfad von Recht und Gesetz aus den Augen. Im Wald bei Hofgeismar entdeckten Rene Hartje und Kristine Conrad jedenfalls vor kurzem drei Tierfallen ohne Registriernummer und damit illegal. Besonders gemein: Eine der Fallen steht in der Nhe der Friedenseiche, einem beliebten Wanderziel, und gefhrdet hier die Gesundheit spielender Kinder. Wenn die ihren Arm hineinstecken und den Schnappmechanismus auslsen ist der Knochen gebrochen, befrchtet Rene Hartje. hnliches droht auch bei den anderen beiden Fallen, die im Wald Richtung Hombressen aufgestellt wurden. So unterschiedlich die Standorte, so

einheitlich der Zweck. Alle drei entdeckten Gehuse waren mit Fleisch- oder Wurstkdern bestckt und als Lebendfalle konstruiert. Wenn also Fleischfresser wie Fchse, Marder oder Waschbren an den Leckerbissen wollen, lsen sie die Falle aus und sind im Inneren gefangen. ber ihr weiteres Schicksal darf spekuliert werden. In Tierschtzerkreisen wei man von Annoncen in Jagdzeitschriften, in denen Jgern fr intakte Felle bis zu 25 Euro angeboten werden sollen. Klar, mit einem Schuss ist das schne Fell hin, meint Kristine Conrad und weist darauf hin, dass sie neben einer der Fallen auch Spritzen gefunden hat. Hat man damit die Tiere betubt oder gettet?

Eine Frage, die nicht nur Kristine Conrad und Rene Hartje beschftigt, sondern auch die zustndige Untere Jagdbehrde mit Sitz in Hofgeismar. Das Amt wurde aktiv, nachdem es von den beiden jungen Leuten auf die Fallen aufmerksam gemacht wurde, und inspizierte die aufgestellten Metall- und Drahtgehuse. Die Dinger sind wohl ohne Nachweis aufgestellt worden, so Harald Khlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel. Die Jagd und die Fallenstellerei Stichworte sind hier beispielsweise registrierte Fallen oder Genehmigungen sind im Hessischen Jagdgesetz geregelt und hier wurden vom Aufsteller einige Vorschriften nicht beachtet.

Auf Anfrage von LAND & LEUTE besttigte der Pressesprecher, dass der Behrde der Name des Fallenstellers bekannt sei. Unter Wahrung der Verwaltungsvorschriften sei ihm eine Frist eingerumt worden, in der er einen Nachweis beibringen muss oder die Fallen zu entfernen habe. Ich gehe von Letzterem aus, so Harald Khlborn.

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