Türöffner schützen vor Corona-Virus

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Student Steffen Wenk produziert in seiner WG mit dem 3D-Drucker
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Simpel und hilfreich: Türöffner aus dem 3D-Drucker

Tür aufmachen ohne die Klinke anzufassen. Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe fertigt im 3D-Drucker spezielle Hilfsmittel.

Region.  Es herrscht Maskenpflicht beim Einkaufen  in Bus und Bahn. Aber in vielen Sozial – und Pflegeeinrichtungen sind Gesichtsmasken und andere Hilfsmittel immer noch Mangelware. Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) fertigt deshalb diese dringend benötigten Hilfsmittel für Beschäftigte und Patienten

Besondere Zeiten erfordern beherztes Handeln. Mit einem 3D-Drucker hat das OWL-FABLAB-Team beispielsweise rund hundert Türöffner für ein Alten- und Pflegeheim hergestellt. Mit dem Türöffner kann man eine Tür aufmachen ohne die Klinke anzufassen. Er sieht aus wie ein Flaschenöffner und lässt sich in die Türklinke einhaken. „Jetzt müssen wir nicht mehr die Hände benutzen, um die Türen zu öffnen, wir sind total froh“, sagt Jutta Wenzel, die das Heim leitet. „Damit können wir nicht nur unsere Pflegerinnen und Pfleger sondern auch die Patienten ausrüsten.“

Außerdem hat man Gesichtsschilde in Kooperation mit dem VDI hergestellt. „Im Pflegeheim und beim Zahnarzt ist der Kontakt zwischen Personal Bewohnern und Patienten besonders eng, deshalb ist Vorsicht hier besonders wichtig und da wollen wir einfach den Helfern helfen“, erklärt Matthias Meier, Leiter des OWL-FABLAB. „Zumindest so lange bis die industrielle Fertigung ihre Produktion umgestellt hat und die Versorgung ausreichend übernehmen kann.“

Um die Gesichtsschilde und Türöffner herzustellen, hat das FABLAB seine 3D-Drucker und die Digitale Nähmaschine ins Homeoffice verlagert, denn die Räume der Hochschule sind aktuell geschlossen. Engagierte Studierende wie Steffen Wenk stellen mit Hilfe der Geräte in den eigenen vier Wänden die dringend benötigten Artikel für Patienten und Bewohner her. „Ich freue mich, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln einen Beitrag in der aktuellen Situation leisten zu können“, sagt Steffen Wenk.

Außerdem hat sich das FABLAB dem Netzwerk „MakerVsVirus“ angeschlossen. Hier tauschen Entwicklerinnen und Entwickler Baupläne für weitere Prototypen aus.

Die Hilfeleistung ist kostenfrei und finanziert sich unter anderem aus Spenden. Matthias Meier, Leiter des FABLAB: „Wir freuen uns, über jeden, der mithilft. Wir alle wissen nicht, wie lange diese Situation noch andauert. Es tut gut, wenn wir als technische Hochschule mit unserem Wissen und unserer technischen Ausrüstung einen kleinen Beitrag dazu leisten können, Pflegekräfte und Patienten zu unterstützen.“ Wer etwas braucht, kann sich unter https://www.makervsvirus.org/ melden und mit den Mitgliedern des Netzwerks Kontakt aufnehmen.

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