Über 1,3 Millionen Euro für Investitionen

Landkreis. "Allein im letzten Jahr konnten wir wieder über 1,3 Millionen Euro als Investitionszuschuss für landwirtschaftliche Betriebe im Lan

Landkreis. "Allein im letzten Jahr konnten wir wieder über 1,3 Millionen Euro als Investitionszuschuss für landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Kassel bewilligen", zieht Landrat Uwe Schmidt Bilanz der Fördermaßnahmen im Rahmen des Einzelbetrieblichen Investitionsförderungsprogramms der Abteilung Landwirtschaft des Amtes für den ländlichen Raum des Landkreises in Hofgeismar.

Diese Förderung beziehe sich auf zehn Einzelmaßnahmen und ermöglichte eine Gesamtinvestitionssumme von mehr als 7,3 Millionen Euro. "Dies zeigt, dass es sich um größere Vorhaben gehandelt hat, die notwendig sind, um landwirtschaftliche Betriebe in unserer Region am Markt zukunftsfähig halten zu können". Mit der Fördersumme lag das Hofgeismarer Amt an der Spitze der Ämter für den ländlichen Raum in Hessen.

Zuschüsse: Landwirtschaftliche Betriebe profitieren

Die größte Einzelinvestition betrifft den Neubau eines Boxenlaufstalls für 246 Kühe inklusive Bau eines Güllebehälters und Lagersilos im Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Eine weitere Großinvestition wurde in mit der Erweiterung eines Sauen-, Ferkelaufzuchts- und Maststalls in Oberweser-Arenborn gefördert.  Weitere Förderungen gingen nach Zwergen, Langenthal, Fürstenwald, Niederelsungen, Friedrichsthal, Helmarshausen sowie den Neubau einer Mehrzweckhalle in Naumburg-Altendorf.

"Am Beispiel Altendorf kann man sehr gut verdeutlichen, vor welchen Problemlagen landwirtschaftliche Investitionsvorhaben heute stehen", ergänzt Christian Primus, Leiter des Amtes für den ländlichen Raum. Hier sei es um den Erhalt eines Betriebsstandorts mitten im Dorf gegangen. Primus: "Wir haben hier den Vorteil, dass der landwirtschaftliche Betrieb mit all seinen Rahmenbedingungen im Ort akzeptiert ist - das ist leider nicht mehr überall der Fall".

Neben den Investitionen in neue Ställe und Mehrzweckhallen seien im letzten Jahr vier neue Biogasanlagen mit einer Investitionssumme von rund vier Millionen Euro im Kreis entstanden. "Wir haben im Kreis keine Probleme mit dem Maisanbau - er umfasst nur fünf Prozent der gesamten Ackerfläche", berichtet Primus. Die Biogasanlagen seien fast ausschließlich auf die Verwertung des betriebseigenen Mistes und der anfallenden Gülle ausgerichtet und "fest in bäuerlicher Hand", so der Amtsleiter weiter. Die Kritik der Umweltstiftung WWF an der Förderung von Biogasanlagen sei daher für den Landkreis Kassel nicht  zutreffend.

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