Mit Überraschung: Feuerwehr und Rotes Kreuz im gemeinsamen Übungseinsatz

Oberweser. Damit die Zusammenarbeit im Ernstfall klappt, üben das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Feuerwehr aus Oberweser jedes Jahr im Herbst zusa

Oberweser. Damit die Zusammenarbeit im Ernstfall klappt, üben das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Feuerwehr aus Oberweser jedes Jahr im Herbst zusammen. Der "Praxistag Oberweser" findet im Wechsel in den einzelnen Ortsteilen statt. Dieses Jahr konnten die Retter ihr praktisches Können in Gottstreu an insgesamt fünf Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben unter Beweis stellen. Dirk Biene vom DRK und Peter Munk, Gemeindebrandinspektor Oberweser, hatten sich wieder interessante Aufgaben für die Teilnehmer ausgedacht und mit viel Aufwand umgesetzt.

An der ersten Station war ein Verkehrsunfall simuliert worden. Der PKW war von der Fahrbahn abgekommen und auf der Beifahrerseite liegengeblieben. Im Fahrzeug befand sich der schwer verletzte und zeitweilig bewusstlose Fahrer, der aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Unfallfahrzeug herauskam. Die Helfer der Feuerwehr mussten mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mittel den Rettungsdienst bei der Rettung des Fahrers unterstützen.

Die zweite Station hielt ein Schreckensszenario bereit: Bei einem Brand in einem Gartenhaus hatte ein kleines Kind eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten und musste durch die DRK-Helfer wiederbelebt werden. Die Mutter hatte das Kind aus dem Gebäude gerettet und sich dabei schwere Brandverletzungen zugezogen, die ebenfalls behandelt werden mussten. Eine weitere wichtige Aufgabenstellung war die psychologische Betreuung der Mutter.

An der dritten Station wurde die Brandbekämpfung in einem Gewerbegebiet geprobt. Für besondere Anspannung sorgte hier die Übungsvorgabe, dass ein Feuerwehrmann unter Atemschutz im brennenden Gebäude bewusstlos wird. An der vierten Station war Muskelkraft gefragt: Auf einem Waldweg hatte ein Radfahrer die Kontrolle über sein Rad verloren und war in der Folge einen Abhang hinuntergestürzt.

Eine ganz andere Aufgabe hielt die letzte Station bereit. Gemeldet war den Rettern eine hilflose Person in einem verschlossenen Haus. Die erste Aufgabe der Feuerwehr bestand darin, dem Rettungsdienst einen Zugang zum Haus zu verschaffen. Im Haus selber erlebten die Helfer dann aber eine faustdicke Überraschung: in dem Raum wo sich die Patienten befand war noch eine zweite Person, die mit einem Messer bewaffnet war und nun die Retter bedrohte. Neben der Eigensicherung stand auch hier wieder die Einsatztaktik im Vordergrund. Auch wenn im ländlichen Idyll eine solche Situation sehr selten ist, so kommen sie doch immer öfter auch hier vor. Alleine in diesem Jahr waren die Rettungsfachkräfte des DRK-Rettungsdienstes schon drei Mal in bedrohlichen Lagen.

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