Unterwegs mit der Polizei: So schützen Sie sich vor Langfingern

Kassel/Landkreis. Einmal nicht aufgepasst und schon ist das Portemonaie weg: Beim gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt wurde man Opfer von Ta

Kassel/Landkreis.Einmal nicht aufgepasst und schon ist das Portemonaie weg: Beim gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt wurde man Opfer von Taschendieben. Keine schöne Vorstellung zwischen gebrannten Mandeln und duftendem Glühwein. Doch auch dieses Jahr nutzen Langfinger das Gedränge der  vollen Innenstädte für ihre heimtückischen Taten.

Dass sie es dabei nicht allzu leicht haben, dafür sorgt vielerorts die Polizei mit Präsenz: Zivilstreifen und uniformierte Beamte patroullieren zwischen den schmalen Gassen der Markt-Buden, sind vor Ort, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll und stehen als erster Ansprechpartner für Weihnachtsmarkt-Besucher bereit. "Unsere Aufgaben sind sehr vielfältig", erklärt Polizeihauptkommissar Thomas Hecht in Kassel. "Wir informieren Passanten über Taschendiebe, greifen ein wenn es nötig ist, sorgen aber auch manchmal dafür, dass verlorengegangene Kinder wieder an die Eltern übergeben werden können." Doch solche Einsätze sind der angenehme Teil der Arbeit.

Alte Bekannte und gestohlene Kinderwagen

Als unsere Redaktion die beiden Beamten Hecht (46) und Rico Hergesell (40) begleitet wird schnell deutlich, warum sie so wichtig für die Sicherheit der Innenstadt sind: In einer Parfumerie hat ein Ladendetektiv einen Mann erwischt. Parfum im Wert  von 60 Euro hat der Bulgare geklaut. Ein alter Bekannter wie sich schnell herausstellt. Der Dieb wird auf die Wache gebracht, später vermutlich wieder freigelassen. War es der erste Ladendieb des Tages? "Nein, ganz sicher nicht", kann der Detektiv nur müde lächeln.

Sowohl in Läden als auch auf der Straße herrscht zur Zeit Klau-Saison. Häufigstes Opfer: Frauen, die ihre Handtasche offen an der Seite tragen, oder leichtsinnig und unbewacht zum Beispiel im Kinderwagen liegen lassen. Wie eine junge Familie an einem Spielzeugstand: Polizist Hecht hat den unbewachten Kinderwagen bereits mehrere Meter unbemerkt davon geschoben. Auf seine Frage "Und wer passt auf den Wagen auf?", reagiert die Familie überrascht und ist froh, dass Uniformierte und keine Langfinger die Täter waren."Viele im Trubel der Weihnachtszeit sind unaufmerksam oder sich der Gefahren gar nicht bewusst", sagt Rico Hergesell, der seit 23 Jahren Polizist ist. "Wir müssen die Leute immer wieder hinweisen, gründlich auf ihre Wertsachen zu achten." Was den Ordnungshütern wichtig ist: Nicht verängstigen oder gar die Lust am Stadt-Bummel nehmen wollen sie, sondern die Vorweihnachtszeit ein bisschen sicherer machen. Damit es nach Bratwurst und Glühwein kein  Wiedersehen auf der Wache geben muss...

Taschendiebenkeine Chance lassen

– Höchste Aufmerksam im Gedränge! Besonders an Haltestellen und an besonders vollen Wochenenden in der Innenstadt aufmerksam sein!

– Geldbörsen, Handys niemals in geöffneten Handtaschen mitführen. Wertgegenstände am Körper führen!

– Wertgegenstände in Kinderwagen, Rollatoren nicht aus den Augen lassen.

– Seien Sie aufmerksam gegenüber Mitmenschen. Fällt Ihnen leichtsinniger Umgang mit Wertsachen auf, sprechen Sie Ihre Menschen freundlich an. schauen Sie bei erkannten Straftaten nicht weg.

– Achten Sie beim Genuss von Glühwein, Grog und Winterbier auf die Menge: Wer am Ende in eine hilflose Lage gerät, ist ein leichtes Opfer für Kriminelle.

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