Viele Vorteile „uffm Dorfe“

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Das Team des Habichtswalder Feierabendmarktes.

Die Initiatoren des Habichtswalder Feierabendmarktes wollen ländliche Privilegien in den Vordergrund rücken.

Habichtswald. Auf dem Land zu leben, bietet viele Privilegien, leider ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass es „uffm Dorfe“ Dinge und Möglichkeiten gibt, von denen Städter nur träumen können.

Ist man in der Stadt bei der Ernährung in erster Linie auf die großen Einzelhandelsketten und somit auf teilweise sehr intransparente Erzeugungen angewiesen, haben Habichtswalder die Möglichkeit, sich nachhaltig und zeitgemäß zu ernähren. In ihrer unmittelbaren Umgebung können sie sich mit sehr vielen Waren des täglichen Bedarfs versorgen – von Obst über Gemüse, Käse, Fleisch, Milch, Honig und Eier bis hin zu Joghurt und sogar Ketchup reicht das Sortiment regional erzeugter Produkte. Wer also wissen möchte, wo seine Lebensmittel herkommen, wie gedüngt wird oder unter welchen Bedingungen Nutztiere gehalten werden, kann dies auf dem Land viel einfacher und transparenter nachverfolgen als in einer Großstadt.

Ein weiteres Privileg des Dorflebens ist die soziale Komponente. Während man in urbaneren Lebensräumen eher in der Anonymität von Wohnblocks und Reihenhaussiedlungen verschwindet, kennt man sich auf dem Dorf. Das führt zu persönlicheren Kontakten und fördert einen verständnis- und rücksichtvolleren Umgang. Die Folge ist eine deutlich höhere Hilfsbereitschaft und Solidarität untereinander. Bevor man sich an eine Servicehotline wendet, wendet man sich auf dem Dorf erstmal an seinen Nachbarn.

Diese ländlichen Privilegien sind es, die die Initiatoren des Habichtswalder Feierabendmarktes in den Vordergrund rücken wollen: Brigitte Pfalz, Andrea Büchling und Arne Winkler möchten so den Fokus auf das bewusstere Wahrnehmen der vielen Vorteile des Habichtswalder Landlebens lenken und den regionalen Erzeugern, Anbietern und Vereinen eine zentrale Plattform zur Präsentation ihrer Produkte und Aktivitäten schaffen, sowie deren Vernetzung untereinander fördern. So soll ein Grundstein für die Erhaltung der einzigartigen Habichtswalder Lebensqualität gelegt werden, die Habichtswald zu dem macht, was es ist – ihre Heimat.

Noch in diesem Jahr sind zwei Markttage geplant, einmal am Donnerstag, den 7. September auf dem Kirchplatz in Ehlen und am Donnerstag, den 5. Oktober auf dem Festplatz Kressenborn in Dörnberg, jeweils von 16 bis 20 Uhr.

Die Angebotspallette ist vielfältig und die Marktbesucher können sich mit regional erzeugten Produkten versorgen und sich über deren Herkunft und Herstellung informieren. Die ortsansässigen Vereine gewähren einen Einblick in ihre Arbeit und versorgen die Besucher mit dem obligatorischen Feierabendschoppen – natürlich auch ohne Alkohol.

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