Vitos Kurhessen übergibt dem Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal ein wertvolles Ausstellungsstück

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Das in der Vitos Klinik wiederentdeckte Gips-Bildnis Landgraf Philipps des Großmütigen.

Gipsabguss Landgraf Philipps des Großmütigen (1504-1567) ziert jetzt das Klostermuseum Merxhausen

Bad Emstal. Vitos Kurhessen übergab jetzt dem Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal ein wertvolles Ausstellungsstück für das Klostermuseum. Der Gipsabguss Landgraf Philipps des Großmütigen (1504-1567) wird die neue Dauerausstellung „Lebensbilder – Leidensbilder – Frauenbilder“ bereichern. „Das Gips-Bildnis des Landgrafen soll der Öffentlichkeit zugänglich sein. Deshalb stellen wir ihn dem Kultur- und Geschichtsverein als Dauerleihgabe und Ausstellungsstück für das Klostermuseum zur Verfügung“, so Vitossprecherin Andrea André.

Eine eingeritzte Inschrift auf dem Gipsabguss brachte den Vorsitzenden des Bad Emstaler Geschichtsvereins, Joachim Hübner, auf die Spur seiner historischen Bedeutung. Landgraf Philipp der Großmütige gründet 1533 in den aufgelösten Klöstern Haina und Merxhausen Hospitäler. Hier fanden arme, kranke und behinderte Menschen aus den nordhessischen Dörfern eine Bleibe und Versorgung. In Haina wurden nach dem landgräflichen Willen Männer, in Merxhausen die Frauen aufgenommen. Der Bezirksverband Kassel ließ 1904 zum 400-jährigen Geburtstag Philipps am Klostergebäude in Merxhausen eine Gedenktafel mit einem Bronzebildnis des Landgrafen anbringen. Sie sollte an das große sozialpolitische Wirken Philipps erinnern. Ihre Inschrift lautet: „Landgraf Philipp dem Großmütigen geb. am 13. November 1504 dem Stifter dieses Hospitals. Das dankbare Hessenland.“ Die Bronzeplakette ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Sie soll in Hamburg eingeschmolzen worden sein. 1950 ließ der damalige Verwaltungsleiter, Alfred Staskiewicz, die Plakette nach einem erhalten gebliebenen Gipsabguss neu gießen. Genau dieses Gips-Bildnis ist jetzt wiederentdeckt worden. Joachim Hübner geht davon aus, dass es, wie die gesamte Gedenktafel, aus der Werkstatt des bekannten Kasseler Bildhauers Heinrich Wilhelm Brandt (1841-1914) stammt. „Der Gips-Abguss hält das Andenken an die Hospitalgründung und die traditionsreiche Geschichte der sozialen Einrichtung Merxhausen wach“, so Hübner. Nach Restaurierung soll er einen zentralen Platz in der neuen Dauerausstellung des Klostermuseums bekommen.

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