Vorbereitet für den Fall der Fälle

Wolfhagen/Kassel.  "School Shootings", also Amokläufe an Schulen, in Erfurt, Emsdetten, Winnenden und Ansbach haben bundesweit tiefe Betro

Wolfhagen/Kassel.  "School Shootings", also Amokläufe an Schulen, in Erfurt, Emsdetten, Winnenden und Ansbach haben bundesweit tiefe Betroffenheit ausgelöst. Aber nicht nur Ereignisse dieser Dimension, sondern auch schwere Unfälle, Erkrankungen mit plötzlichem Tod im Schulalltag, auf Klassenfahrten, oder auch der Suizid eines Schülers machen eine unmittelbare notfallpsychologische Hilfeleistung unverzichtbar.  Gerade diese und andere Großschadenslagen mit ihren vielen unterschiedlichen Graden der Betroffenheit werfen Fragen auf. Wie können Helfer in diesen komplexen

insbesondere im Umgang mit Kindern und Jugendlichen handlungsfähig bleiben? Wie können die Helfer belastende Ereignisse verarbeiten und psychologisch angemessene Verhaltensweisen im Vorfeld trainieren?Augf den Ernstfall vorbereiten

Aus diesem Grund veranstaltet der Kriseninterventionsdienst des DRK Kreisverbandes Kassel-Wolfhagen e.V. am kommenden Samstag, dem 29. Januar, im Katastrophenschutz-Zentrum in Wolfhagenseine Fortbildung zum Thema "Krisenintervention in Schulen – Akutgruppengespräche mit Kindern und Jugendlichen". Die Fortbildung findet gemeinsam mit eingeladenen Schulpsychologen und Notfall-Seelsorgern statt und bietet neben einem Fachvortrag die Gelegenheit, das Thema zu vertiefen und Erfahrungen wie Erkenntnisse gemeinsam mit einem ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet praxisorientiert auszutauschen."Als Referenten konnten wir  Prof. Dr. Harald Karutz gewinnen", freut sich die Leiterin des DRK-Kriseninterven-tionsdienstes, Cornelia Pfeil.

Erstklassiger Experte

Prof. Dr. Harald Karutz ist einer der beiden Leiter des Notfallpädagogischen Instituts in Essen. Der Diplom-Pädagoge, Lehrrettungsassistent und Gruppenführer im Rettungsdienst, war Referent im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und ist Lehrbeauftragter an verschiedenen Fachhochschulen. Aktuell hat Prof. Karutz neben seinen Aufgaben im Notfallpädagogischen Institut die wissenschaftliche Leitung des Bachelorstudiengangs "Interdisziplinäres Notfall- und Krisenmanagement" an der Steinbeis-Hochschule Berlin übernommen.

Prof. Karutz selbst ist psychosozialer Notfallhelfer, hat mehrere Jahre lang intensiv zu diesem Thema recherchiert und geforscht.  Die gewonnenen Erkenntnisse sind zuletzt in seinem aktuell erschienenen Buch unter dem Titel "Notfälle in Schulen. Prävention, Intervention und Nachsorge" erschienen.

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