Waisenkinder leiden unter Armut und Krieg

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Die Familie ist glücklich: Mit dem gespendeten Rollstuhl gewinnt dieser Junge in Stück Mobilität zurück.

Bis zum 5. November spenden für den 12. Nordhessischen Hilfstransport.

Ostheim/Westuffeln. Hilfsmittel aus Nordhessen ins ostukrainische Kriegsgebiet – im vergangenen November gelangte erstmals ein Lkw mit Spenden hiesiger Bürgerinnen und Bürger in die umkämpfte Region um Donezk, wo auch heute noch nahezu täglich Soldaten oder Zivilisten sterben. Ein Coup, den Ottmar Rudert (Ostheim) und Günter Rüddenklau (Westuffeln), die seit einigen Jahren die Hilfstransporte in die ärmsten Regionen Osteuropas organisieren, in den kommenden Wochen wiederholen werden.

Ihre nunmehr zwölfte Tour führt die beiden Landwirte auf eigene Kosten erneut in das Grenzgebiet Rumänien-Ukraine-Moldawien. Mehrere Spenden-Lkws werden sich auf die Reise gen Osten machen, vollbepackt mit Hilfsgütern aller Art. „Wir freuen uns, dass es – dank der erneuten Unterstützung durch den ukrainischen Militärkaplan Andrej Kovalev – erneut möglich ist, Sachen direkt ins Kriegsgebiet bei Donezk zu bringen. Da muss man erst einmal jemanden finden, der bereit ist, mit seinem Lkw ins Kriegsgebiet zu fahren“, so Günter Rüddenklau, „da legt man pro Lkw schnell einige tausend Euro drauf.“ Doch auch ein paar Kilometer abseits ist die Not groß, sei es im Gebiet um Zhytomir in der Ukraine oder in der Region um die rumänische Stadt Focsani. „Die Bedürftigkeit dort – gerade auf den Dörfern – ist extrem. In Schulen oder Kindergärten fehlt oftmals das Geld für Heizmittel, so dass der Unterricht in Pullovern, Jacken und Mützen nichts außergewöhnliches ist. Dazu kommen Flüchtlinge, die vor den anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen.“ Bitte nur intakte und saubere Sachen Für den diesjährigen Transport können noch bis zum 5. November Spenden abgegeben werden. Weiterhin besonders dringend gebraucht werden Schuhe. Gesucht wird auch intakte, saubere Sommer- und Winterbekleidung für Erwachsene und Kinder, Fahrräder, Werkzeuge aller Art, funktionierende Elektrogeräte, Spielsachen, Bettwäsche. Otmar Rudert: „Es wäre prima, wenn Spenden in stabilen Plastiksäcken oder Kartons abgegeben werden könnten. Gelbe Säcke reißen viel zu schnell.“ Doch auch Gehwagen, Krankenstühle und -betten sowie WC- und Rollstühle sind gefragt. Es ist auch möglich, haltbare Lebensmittel – Konserven, Mehl, Nudeln etc. – abzugeben.

Wer lieber Geld spenden möchte, ist dazu herzlich eingeladen; diese finanziellen Mittel fließen vollständig in die Aktion ein und ermöglichen so erst die Transporte – auch ins Kriegsgebiet. Angedacht ist auch, Lebensmittel vor Ort zu kaufen und sie an die Ärmsten der Armen zu verteilen. Dortige Kirchengemeinden übernehmen wieder die Verteilung der Hilfsgüter aus Nordhessen.

Wohin mit den Spenden?

Sachspenden können noch bis einschließlich 5. November abgegeben werden bei: Günter Rüddenklau, Kasseler Str. 35 b, Calden-Westuffeln;Tel. 0172 / 84 323 51 Ottmar Rudert, Lamerder Str. 37, Liebenau-Ostheim; Tel. 0172 / 56 513 34 Geldspenden: Evangelische Bank; Kirchenkreisamt Hofgeismar-Wolfhagen, (IBAN DE13 5206 0410 0002 0001 05), Verwendungszweck:  Moldawienhilfe Ostheim (gegen Spendenquittung; hier bitte Adresse angeben).

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