Wiedereröffnung des barocken „Amtshauses“ als Seminargebäude

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Das renovierte Amtshaus von vorne.

Auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen ist das barocke sogenannte Amtshaus wiedereröffnet worden.

Grebenstein. Auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen ist jetzt im Rahmen einer Feierstunde nach umfassender Sanierung das barocke sogenannte Amtshaus wiedereröffnet worden. In dem Bau aus dem 17. Jahrhundert ist ein Seminarhaus entstanden, das Mitgliedern der Universität Kassel, aber auch Gästen insbesondere mit Bezug zur ökologischen Landwirtschaft für Tagungen, Klausuren und Seminare offensteht.

Der Umbau nach fast 50-jährigem Leerstand kostete rund 1,5 Mio. Euro. Das Haus stammt aus dem Jahr 1646 und diente zunächst als Verwaltungs- und Wohnhaus. Es hat nach dem Umbau eine Nutzfläche von über 600 Quadratmetern auf zwei Etagen, verfügt über 29 Betten (davon drei barrierefrei) und einen Seminarraum mit Teeküche und wird über die bio-zertifizierte Domänenküche versorgt. Im ehemaligen Stalltrakt des Gebäudes befindet sich zudem der konzeptionell ebenfalls neugestaltete Regionalladen, der Bio-Produkte zum Teil aus eigener Produktion verkauft. Als Versuchsgut des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften ist die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen Teil der Universität Kassel.

Ergänzung für die Infrastruktur der Uni

Das Seminarhaus ergänzt die Infrastruktur der Universität; es erlaubt intensive Arbeitsphasen in Klausur oder en bloc außerhalb der üblichen Arbeitsumgebung. Dazu bietet es einfache, kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten für Studierende und Lehrende sowie für außeruniversitäre Gäste. „Mit diesem Schmuckstück bewahrt die Universität Kassel ein Zeugnis der Vergangenheit. Das Haus weist aber auch in die Zukunft, denn es soll als Tagungsort die Ausstrahlung des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften weiter erhöhen“, sagte der Präsident der Universität Kassel, Prof. Dr. Reiner Finkeldey, zur Eröffnung.

Das Konzept für den Umbau stammte von dem im Oktober 2016 verstorbenen Architekten Klaus Schulz (Warburg). Besonderer Wert wurde auf Denkmalschutz und Baubiologie gelegt. Auch die Hofflächen rund um das Haus sind nun erneuert und umgestaltet. Mittel von ca. 1,3 Mio. Euro kamen aus dem Domänenhaushalt des Landes Hessen. „Weitere Kosten von ca. 200.000 Euro übernahm der Wirtschaftsbetrieb Domäne Frankenhausen“, so dessen Geschäftsführer Dr. Christian Krutzinna.

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