Wildunfälle häufen sich wieder zu Beginn der Sommerzeit

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Der ADAC appelliert an alle Autofahrer und äußert, dass es gerade in der Morgendämmerung vermehrt zu Wildunfällen kommen kann.

Achtung Wild: ADAC rät gerade in der Dämmerzeit zu einer angepassten und vorausschauenden Fahrweise aller Autofahrer.

Region. Letztes Wochenende war es wieder soweit: Es wurde an der Uhr gedreht. Doch immer wieder wird vergessen, dass Tiere keine Zeitumstellung kennen. Jetzt, nach der Umstellung auf die Sommerzeit, rät der ADAC zu einer angepassten Fahrweise. Nun fällt der Berufsverkehr wieder mitten in die Dämmerzeit, in der besonders viele Wildtiere unterwegs sind. Damit steigt folgend auch das Risiko für Wildunfälle.

Besonders kritisch sind Landstraßen durch Wälder und Gebiete mit dichtem Randbewuchs. Selbst dann, wenn keine Beschilderung auf einen regen Wildwechsel hinweisen, ist zur Vorsicht geboten. Der ADAC empfiehlt deshalb immer mit reduzierter Geschwindigkeit und vorausschauender Fahrweise unterwegs zu sein. „Tiere kennen weder die Zeitumstellung noch die Verkehrsregeln“, so Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Wer an kritischen Stellen mit nur 60 Stundenkilometern unterwegs ist, hat deutlich bessere Chancen, sein Fahrzeug noch rechtzeitig anzuhalten.“ Taucht Wild am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren. Befinden sich Tiere bereits auf der Straße, sollte versucht werden, es durch lautes Hupen von der Straße zu vertreiben. Mit den Scheinwerfern aufzublenden bewirkt eher das Gegenteil: Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit, so dass sie häufig nicht weiterlaufen. Wichtig: Unter keinen Umständen unkontrolliert ausweichen, um eine Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen oder Bäumen zu vermeiden. Kann der Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden, muss das Lenkrad gut festgehalten und kräftig gebremst werden. „Danach sollte die Unfallstelle gesichert und die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden“, erklärt Herda. Wichtig für die Schadensregulierung mit der Versicherung ist die Wildunfallbescheinigung, die von der Polizei oder dem Jagdpächter am Unfallort ausgestellt wird. Zudem dürfen verletzte oder tote Tiere nicht einfach mitgenommen werden – wer dies trotzdem tut, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei.

Warnung an die Autofahrer

Über das Jahr verteilt werden den deutschen Versicherern mehr als 260.000 Unfälle mit Wildtieren gemeldet. Nach Berechnungen des ADAC steigt die Anzahl der Wildunfälle in den ersten Wochen nach der Umstellung auf die Sommerzeit um mehr als zwanzig Prozent an.

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