Windkraft im Reinhardswald - Betreiber müssen Unterlagen nachbessern

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Dieses Ökosystem gilt es zu schützen.

Bürgerinitiativen und Verbände wollen Genehmigungsverfahren weiter fachlich begleiten.

Reinhardshagen. Nach Informationen der BI Oberweser- Bramwald sind die seitens der Windpark Rein- hardswald GmbH eingereichten Antragsunterlagen unvollständig und müssen durch die Betreiber vervollständigt werden. Erst nach einer weiteren Prüfung durch das Regierungspräsidium wird es eine achtwöchige Offenlegung der Unterlagen geben. In diesem Zeitraum kann dann jeder Bürger eine Stellungnahme bzw. Einwendung innerhalb des Genehmigungsverfahrens abgeben. Da diese sachlich und fachlich begründet sein müssen, bietet die BI Oberweser- Bramwald auf Veranstaltungen ihre Unterstützung an. Die Termine hierfür werden rechtzeitig bekannt gegeben. Zurzeit sind Mitglieder der Bürgerinitiative damit beschäftigt, den umfangreichen Bestand von Daten aus den Kartierungen zum Vorkommen der durch Windkraftanlagen stark gefährdeten Greifvogelarten zu sichten und zu analysieren. Gerichtsfeste Einwendungen „Nur durch gerichtsfeste, fachlich fundierte Einwendungen – insbesondere aus dem Bereich des Naturschutzes – kann ein Bau von Windkraftanlagen im Wald verhindert werden. Der Wald hat bereits mehr als genug Schaden erlitten durch Sturm und Borkenkäferbefall. Geben wir ihm die Zeit, sich zu regenerieren und lassen wir nicht zu, dass das zerstört wird, was wir schützen müssen. Retten wir gemeinsam den Reinhardswald!“ so die BI-Vorsitzende Gabriele Niehaus- Uebel. Dass sich die intensive Arbeit für den Erhalt der „einzigartigen und noch artenreichen Region“ lohne, belege die Tatsache, dass durch die intensive naturschutzfachliche Arbeit der BI Oberweser- Bramwald in den vergangenen Jahren bereits ein Teil der geplanten WEA verhindert und damit ein Beitrag zum Schutz des Bodens, der Tierwelt und vor allem des Trinkwassers geleistet werden konnte. Durch Spenden der Kommunen sowie Spendenaktionen von Geschäftsleuten, diverser Aktionsgruppen und vieler Bürger ist es möglich, Gutachten zu erstellen, Rechtsbeistände zu finanzieren und auch Klagen zu unterstützen. „Wir versichern, dass alle Spendengelder ausschließlich zweckgebunden über ein separates Spendenkonto verwendet werden“ so die 1. Vorsitzende. Um die aktuellen, umfangreichen Arbeiten zu bündeln und die noch auf die Region zukommenden weiteren Genehmigungsverfahren rechtzeitig fachlich zu begleiten, werden sich Bürgerinitiativen und Verbände aus Hessen, Niedersachsen und NRW noch in diesem Frühjahr zu einem ersten Arbeitstreffen am Kantigen Tisch 2.0 zusammensetzen.

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