Windpark Trendelburg: Turmbau beginnt

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Auf diesen Sockeln stehen die Windenergieanlagen. Die Steuerungselektronik, zum Beispiel für das automatische Brems- und Abschaltsystem oder die Onlineüberwachung, befindet sich im Fuß der Anlage.

Bei Trendelburg wächst zur Zeit zwischen Deisel- und Mittelberg ein Windpark mit sieben Anlagen in die Höhe. 

Trendelburg. Das Land Hessen hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2050 soll der Strom- und Wärmebedarf möglichst vollständig aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Daher sind zwei Prozent der hessischen Landesfläche für Windkraftanlagen vorgesehen. Hierzu gehören auch ausgewählte Standorte in Wirtschaftswäldern. Wie zum Beispiel bei Trendelburg, wo zur Zeit zwischen Deisel- und Mittelberg ein Windpark mit sieben Anlagen in die Höhe wächst, die im März 2018 in Betrieb gehen sollen.

Bürgermeister Kai Georg Bachmann, etliche Ratsmitglieder sowie Vertreter von HessenForst informierten sich jetzt im Rahmen eines Baustellenrundgangs über den Fortschritt der Arbeiten und die Einhaltung der strengen Naturschutzauflagen.

Auf ihrem Rundgang besichtigten die Gäste unter anderem die wieder instandgesetzten Wege, die Schutzmaßnahme für einen Altholzbestand sowie das Fundament und die Kranstellfläche einer Windenergieanlage.

Zu vorbereitenden Maßnahmen rollten bereits im Februar 2017 die ersten Bagger und Lkws in den Wald. „Der Wege- und Fundamentbau ist nun weitgehend abgeschlossen, jetzt beginnt der Turmbau an der ersten Anlage. Hier wurden bereits die ersten Betonturm-Segmente angeliefert“, so Projektmanager Patrick Barth vom Planungs- und Bauunternehmen VSB Neue Energien Deutschland, dass das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Hessen Forst und dem Forstamt Reinhardshagen realisiert.

Für die Betriebsdauer des Windparks Trendelburg mussten rund fünf Hektar Waldfläche gerodet werden. „Man kann es nicht schön reden, natürlich handelt es sich um Eingriffe in die Natur“, unterstreicht HessenForst-Bereichleiter Klemens Kahle. „Jede Anlage ‘verbraucht’ etwa 0,7 Hektar. Doch als Ausgleich wird bei Gottsbüren auf 5,7 Hektar u. a. ein neuer Wald gepflanzt.“ Weitere 6,5 Hektar Fläche werden nur für die Bauphase benötigt und unmittelbar danach wieder gleichwertig aufgeforstet. „Für die Nutzung von Windenergie im Wald bestehen strenge Vorgaben“, bestätigt VSB-Projektentwicklerin Katja Felkl. So gab es vor der Rodung u. a. eine Baumhöhlenkontrolle und eine Raumnutzungsanalye für den Rotmilan, das Totholz wurde umgeräumt und verbleibt im Wald. Darüber hinaus überwacht eine unabhängige Umweltschutzagentur permanent die Bauarbeiten.

„Natürlich hat die Errichtung eines Windparks Einfluss auf die Natur und das gewohnte Landschaftsbild“, erläutert Kai Georg Bachmann, Bürgermeister von Trendelburg und Vorstand der Energiegenossenschaft Reinhardswald. Er betont in diesem Zusammenhang aber die Wichtigkeit einer regional verankerten Energiewende. „Dieser Windpark bedeutet eine umweltfreundliche Energieversorgung für 31.500 Menschen und trägt mit dazu bei, jährlich knapp 38.000 Tonnen CO² zu vermeiden.“

Windpark Trendelburg

Antrag zur Genehmigung gestellt: Januar 2015 Genehmigung durch das Regierungspräsidium: Dezember 2016 Baustart: Februar 2017 Windräder: Sieben Anlagen des Typs Nordex N131 Nabenhöhe (Höhe der Gondel): 134 Meter Gesamthöhe der Anlage: 199 Meter Länge Rotorblatt: 65,57 Meter Betreiber: VSB Energiepark Mittelberg GmbH & Co. KG

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