Vom Windwurf und von Wanderpfaden: 44. Reinhardswald-Kontakte

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Traditioneller Schauplatz der Reinhardswald-Kontakte: das Blockhaus im Revier Waldhaus.    

Im Reinhardswald trafen sich zu einem Themennachmittag rund 150 Teilnehmer, um beispielsweise über die Aufräumarbeiten nach Friederike zu sprechen.

Reinhardswald. Die imposante Waldkulisse am Blockhaus im Revier Waldhaus tief im Reinhardswald bildete auch in diesem Jahr den Hintergrund für die nunmehr 44. Reinhardswald-Kontakte, der traditionellen Veranstaltung des Forstamts Reinhardshagen. „Vom Windwurf und von Wanderpfaden …“ lautete die Überschrift des Themennachmittags und gleichzeitig zwanglosen Treffens, bei dem Dr. Markus Ziegler, Leiter des Forstamtes Reinhardswald, rund 150 Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüßen konnte. Darunter eine Reihe von Bürgermeister aus den umliegenden Städten und Gemeinden; Reinhard Otto, als Abteilungsleiter im Regierungspräsidium u. a. für den ländlichen Raum zuständig;  Region Kassel-Zweckverbands Direktor Kai-Georg Bachmann; Peter Nissen, Leiter Servicecentrum Regionalentwicklung, Jakob Gruber vom Zweckverband Naturpark Habichtswald, und der Direktor der Evangelischen Akademie, Karl Waldeck.

Gerne willkommen geheißen wurden auch die zahlreichen Förster und andere Experten aus dem Forstbereich, Jäger sowie Kunden aus der holzverarbeitenden Industrie. Im ersten Vortrag berichtete Dr. Stefan Reccius, Produktionsleiter im Forstamt Reinhardshagen, über das „Aufräumen nach Friederike“, dem Orkantief, welches am 18. Januar mit Böen bis zu 170 Stundenkilometern über Nordhessen gezogen war und eine Schneise der Verwüstung im Reinhardswald hinterlassen hatte. 370.000 Festmeter Holz wurden gefällt, „es hat rund zwei Wochen gedauert, bis alle Straßen und Waldwege frei geräumt waren.“ Oberste Priorität hatte dann der schnelle Verkauf und Abtransport der gefällten Stämme, um „die Verbreitung von Schädlingen, wie Borkenkäfer oder Buchdrucker möglichst einzudämmen“.

Mittlerweile sind rund 200.000 Festmeter wieder aufgeforstet worden, dies durfte nicht zu früh geschehen, weil sonst der Rüsselkäfer einen reich gedeckten Tisch gefunden hätte. „Womit startet der Naturpark Reinhardswald seine Arbeit?“ war Thema des Vortrags von Dr. Erik Aschenbrand, Geschäftsführer des Naturpark Reinhardswald. „Zur Zeit sind wir noch dabei, die Strukturen – Menschen, Aktivitäten, Organisationen – in der Region kennen zu lernen.“ Der Naturpark verstehe sich als „Netzwerk, das alle am Reinhardswald Beteiligten zusammenbringen und die Infrastruktur“ ausbauen will. Wie zum Beispiel bei Wanderwegen und Umweltbildung zwischen Forstamt und Naturpark.

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