„Wir sind wieder im Plus“: Hütt-Brauerei über die Gastronomie und Biergarten-Wetter in Corona-Zeiten

Anfangs noch waren die Biergärten dicht. Doch jetzt dürfen sie unter Corona-Auflagen wieder öffnen - und werden zur Freude der Gastronomie gerne von Gästen angenommen.
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Anfangs noch waren die Biergärten dicht. Doch jetzt dürfen sie unter Corona-Auflagen wieder öffnen - und werden zur Freude der Gastronomie gerne von Gästen angenommen.

Die Gastronomie hat weiterhin mit Einschränkungen aufgrund des Coronavirus zu kämpfen. Das wirkt sich auch auf die Brauereien aus. Wir sprachen mit Kai Salzmann von der Baunataler Hütt-Brauerei.

Baunatal. „Es ist erfreulich, dass es jetzt wieder Betrieb gibt“, erzählt Kai Salzmann, der Geschäftsführer der Hütt-Brauerei in Baunatal am Telefon. Denn im Handel laufe es gut – das regionale Bier wird nach wie vor gerne für den heimischen Genuss gekauft. „Hier sind wir im Plus unterwegs“, bestätigt uns Salzmann, der seit Oktober Frank Bettenhäuser in der Geschäftsführung der Hütt-Brauerei unterstützt. Doch in Corona-Zeiten fällt der Blick nach wie vor noch auf die verbotenen Großveranstaltungen, wo sonst Fässerweise Bier geliefert worden wäre und auch die Gastronomie hat nach wie vor zu kämpfen.

„Draußen funktioniert es, drinnen nicht“: Kai Salzmann, Geschäftsführer der Hütt Brauerei, über den Biergenuss in der Gastro. Wer seinen eigenen Biervorrat noch aufstocken möchte, am 25. Juli findet ein Lagerverkauf statt.

„Es ist überall das gleiche in der Gastro. Diejenigen mit Außenbereich profitieren. Das Biergartenwetter lockt die Gäste zusätzlich an. Hier kann man noch verhältnismäßig entspannt sitzen. Die Gastronomen, die rein Innenbereiche anbieten können, haben größere Probleme. Dort funktioniert es noch nicht. Die Menschen sind in geschlossenen Räumen noch eher vorsichtig. Wer also nur Innenräume hat, hat das Nachsehen“, so Salzmann. Durch das langsame Hochfahren des Alltags ist die Hälfte des Umsatzes der Hütt zurück. Viel mehr wird es nach Salzmanns Einschätzung aber nicht mehr werden. „Ich denke, wir werden dieses Jahr auf dem Niveau bleiben, auf dem wir uns jetzt befinden. Eine Glaskugel habe ich aber natürlich auch nicht“, lacht er am Telefon. Fraglich bleibe auch, wie und ob sich die Menschen an die momentanen Einschränkungen gewöhnen und auch im Herbst noch gerne im Biergarten sitzen. Denn: „Wenn die Zahlen wieder steigen sollten, wird es der Gastro nicht gut tun“, so die Einschätzung von Kai Salzmann.

Biergarten light in Eigenregie?

Da seit Mitte April die Gastronomie in der Knallhütte geschlossen ist (wir berichteten hier) und bislang kein neuer Pächter gefunden wurde, sei die Überlegung, hier in Eigenregie einen Biergarten light zu betreiben. Auch die ein oder andere Hütt Love Party (der Name bezieht sich auf die neue Biersorte Hütt Love; mehr dazu hier) in kleinem Rahmen sei möglich, wenn sich die Bedingungen weiter lockern. Denn nachdem das traditionelle Brauerei-Fest mit Dorothea-Viehmann-Wandertag abgesagt werden musste, wird bei der Hütt an kleinere Veranstaltungen gedacht.

„Es gibt kleinere und spontanere Dinge, die wir planen. Grillen und Bier passt ja beispielsweise sehr gut zusammen. Da gibt es Überlegungen. Auch ein Lagerverkauf direkt an der Brauerei mit Bratwurststand ist für Samstag, 25. Juli, von 10 bis 16 Uhr geplant. Wenn das Erfolg hat und gut angenommen wird, werden wir das wiederholen“, so Kai Salzmann. Wer also seinen Biervorrat für die nächste Grillfeier im Familienkreis auffüllen möchte, ist dort an der richtigen Adresse.

Fotostrecke: Hütt-Brauereifest lockte wieder viele Besucher

 © Schardt
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