Woche der Wiederbelebung

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Schockraum-Übung, wie sie auch zur Woche der Wiederbelebung angeboten wird.

Leben retten können - Aktionstag in der Kreisklinik Hofgeismar.

Hofgeismar. Ein enger Angehöriger erleidet einen plötzlichen Herzstillstand. Was tue ich? Vor dieser Frage stehen mehr Menschen, als man denken würde, denn die meisten Fälle ereignen sich zu Hause oder im Freundeskreis. „Jeder kann reanimieren. Ein paar einfache Regeln geben dem Laienhelfer im Notfall Sicherheit. Es lohnt sich daher, seine Fähigkeiten aufzufrischen“, sagt Dr. Stefan Mähler, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Rettungsmedizin an der Kreisklinik Hofgeismar. Er unterstützt die Initiative von Oberarztes Peter Stahl, gemeinsam mit lokalen Akteuren an der bundesweiten Woche der Wiederbelebung vom 16. bis 22. September teilzunehmen. Drei Tage, von Dienstag, 17. bis Donnerstag, 19. September, bieten acht Veranstaltungen kostenlose Workshops zur Wiederbelebung an vielen Orten im Altkreis Hofgeismar. „Die vielen ehrenamtlichen Helfer machen es möglich, dass wir die Menschen dort erreichen, wo sie bereits sind: auf dem Marktplatz, im Supermarkt, in der Schule, im Schwimmbad und sogar am Flughafen. Höhepunkt der Woche ist unser Aktionstag in der Kreisklinik Hofgeismar mit Mitmach-Aktionen für jedermann und besonderen Einblicken in unsere Arbeit“, sagt Peter Stahl.

Die Kreisklinik Hofgeismar organisiert erstmals ein Programm, das ihre Angebote rund um Notfälle präsentiert. Unter dem Motto „Vom Notfallstandort in die Klinik – Notfallversorgung aus einer Hand“ finden am Mittwoch, 18. September, 14 bis 18 Uhr zahlreiche Vorführungen, Workshops und Vorträge statt. Die Besucher können sich eine Schockraum-Übung ansehen und sogar einen Eindruck von der Intensivstation erhalten. Jeder kann Leben retten Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Dr. Mähler. Durch die Workshops im Altkreis Hofgeismar sollen Hemmschwellen in der Bevölkerung vor der Ersten Hilfe abgebaut und die Wiederbelebungsrate gesteigert werden. „Denn Reanimation ist einfach – Jeder kann ein Leben retten!“, fasst Peter Stahl zusammen.

Die Veranstaltungen im Überblick

Dienstag, 17. September 10 Uhr: Auftaktveranstaltung Hofgeismar, Rathaus 11 bis 14 Uhr: „Herzstillstand! Wie kann ich helfen?“, Training für Jedermann mit dem DRK Hofgeismar, Hofgeismar, Super 2000 (EDEKA) 13 bis 16 Uhr: „Wiederbelebung für Jedermann“ mit dem ASB Nordhessen und der Flughafenfeuerwehr, Calden, Flughafen

Mittwoch, 18. September 10 bis 14 Uhr: „Schulsanitätsdienst – Ersthelfer im Notfall“, Veranstaltung des JRK Hofgeismar, Gustav-Heinemann Schule (GHS), Hofgeismar 14 bis 18 Uhr: „Vom Notfallort bis in die Klinik – Notfallversorgung aus einer Hand“, Vorführungen, Schockraum-Übung, Intensivstation, Vorträge und vieles mehr, Kreisklinik Hofgeismar

Donnerstag, 19. September 11 bis 15 Uhr: „Wiederbelebung für Jedermann“ mit dem ASB Nordhessen, Immenhausen, EDEKA Markt 16 bis 19 Uhr: „Wiederbelebung für Jedermann“ mit der Freiwilligen Feuerwehr Wahlsburg, Wahlsburg-Lippoldsberg, Netto-Markt 16 bis 19 Uhr: „Lebensrettung in und am Wasser“, Vorführungen, Übungen, etc. des DLRG, Bad am Park

Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen, nur die Schulveranstaltung ist für Schüler reserviert. Die Angebote sind kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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