Young Americans führten mit Schülern eine eigene Musicalshow auf

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 Gänsehautmoment mit „Circle of Life“ aus „Der König der Löwen“.

Die Young Americans waren zu Gast in Grebenstein und studierten innerhalb von drei Tagen mit einer Schülergruppe eine zweistündige Musicalshow ein.

Grebenstein. Rund 100 Schüler aller Schulzweige und Jahrgänge der Schulen aus dem Landkreis Kassel hatten sich für einen Workshop der Young Americans an der Heinrich-Grupe-Schule (HGS) angemeldet. Die Young Americans sind ein 1962 gegründete Chor aus dem USA und waren weltweit die erste Gruppe, die chorischen Gesang mit choreografischen Einlagen kombinierten. Drei Tage lang arbeiteten die Young Americans an der HGS am letzten Maiwochenende mit den Schülern, bevor am Sonntag, 27. Mai, die finale große Show über die Bühne ging.

Von Kalifornien nach Grebenstein

Dafür reisten 38 Tourmitglieder am Freitag in die nordhessische Kleinstadt. Sie alle besuchen ein College für Darstellende Kunst in Kalifornien und sind für fünf Monate auf Sommertour. Das heißt alle drei Tage ein neuer Workshoport, neue Teilnehmer und neue Gastfamilien. Diese Gruppe – eine von vier – reist nicht nur durch Deutschland, sondern gastiert auch in den Niederlanden und Litauen, bevor es für zwei Monate nach Japan geht. Zwischen 19 und 26 Jahren sind die Teilnehmer alt und während es für die einen eine Premiere darstellt, an der Tour teilnehmen zu können, sind andere bereits zum 5. Mal dabei – oder öfter, berichtet Manager Ryan Moffett. Unter ihnen sind auch Daniel Richter und Ardiana Gjafa. Beide stammen aus Kassel beziehungsweise Vellmar und beide wurden vom „Young-Americans-Virus“ infiziert. Die 20 Jahre alte Gjafa erlebte mit 12 Jahren den 1. Workshop und wusste bereits damals, dass sie eines Tages der Truppe angehören wollte und nahm daraufhin an vielen Workshops teil und sparte für die Ausbildung.

Üben, Üben, Üben

Am Freitagnachmittag begann die erste Probe, zunächst ein spielerisches Herantasten mit sportlichen Elementen. „Ihr müsst lächeln, richtig atmen und die Haltung ist ganz wichtig“, verkündete Ryan Moffett ihnen, bevor sie Lieder wie „We Are the World“ von „USA for Africa“ als Übung für die Show am Sonntag anstimmten. Der Samstag war der wichtigste Probentag. Viel intensiver wurden Melodien und Tanzschritte wiederholt. Während die jungen Leute am Programm arbeiteten, traf sich in der Schulküche eine Gruppe Lehrer, die für die Verpflegung zuständig war. Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer am Kuchenbüfett bedienen. Gebacken hatten die Eltern der Schüler.

Die große Show

Am Sonntag folgte noch einmal die letzte Generalprobe, bevor sich am Abend die Türen der Sporthalle für die 400 Zuschauer öffneten. Gleich zu Beginn der Show sorgten die Young Americans für Begeisterung, als sie ihren ersten Song des Abends, „Another Day of Sun“ aus „La La Land“, performten. Nach den Profis waren die Schüler dran. Gruppenauftritte wechselten mit humoristischen Einlagen und Solobeiträgen. Nach zwei Stunden war die Show vorbei und die Young Americans bauten ihr Equipment ab und verstauten alles im Transporter. Am nächsten Morgen ging es früh weiter zum nächsten Workshop.

Begeisterung und Euphorie

Zurück bleiben Schüler, die nach drei Tagen voller Euphorie sind und Eltern, die über die Fähigkeiten ihrer Kinder staunen. „Ich habe mir das so überhaupt nicht vorgestellt“, bilanziert Hannah Jonas aus der R10b. „Ich dachte, wir machen irgendein Musical.“ „Es war toll, wie uns die Young Americans motiviert haben“, ergänzt Caroline Hauke. Luan Hajra möchte am liebsten alle anstehenden Workshops der Young Americans in der Region besuchen, während Diana Afonso Silva an diesem Wochenende für sich ein klares Ziel definiert hat: „Ich möchte bei den Young Americans mitmachen, mein Traum ist es, Lehrerin zu werden.“

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