Zehnter Vogelgrippefall: Mäusebussard ist am H5N8-Virus gestorben

Zum Schutz vor der Vogelgrippe hat das hessische Umweltministerium für bestimmte Risikogebiete vorsorglich Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de

Bei einem am 27. Januar in Fuldabrück tot aufgefundenen Mäusebussard wurde das Vogelgrippevirus nachgewiesen.

Fuldabrück. Bei einem am 27. Januar in Fuldabrück (Landkreis Kassel) tot aufgefundenen Mäusebussard wurde das Vogelgrippevirus nachgewiesen. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat als nationales Referenzlabor den Vorbefund des Hessischen Landeslabors (LHL) bestätigt. Insgesamt hat das LHL in Gießen seit Anfang November mehr als 2.400 Proben von Vögeln auf das hochpathogene Virus H5N8 untersucht. Der Mäusebussard ist der zehnte bestätigte Fall des aktuellen Vogelgrippeerregers in Hessen. Betroffen waren hiervon neun Wildvögel und ein Rosapelikan aus dem Opel-Zoo.

Der Fundort des toten Mäusebussards – unter einer Brücke der A44 direkt an der Fulda –liegt in einem Risikogebiet, - indem bereits seit dem 18. November eine Stallpflicht galt. Im gesamten Landkreis Kassel sowie in ganz Hessen besteht seit dem 21. November eine Stallpflicht.

Um den Fundort des Mäusebussards werden keine weiteren Schutzmaßnahmen eingerichtet. Dies hat eine Risikobewertung mit dem Regierungspräsidium Kassel und der zuständigen Veterinärbehörde des Landkreises ergeben. Zudem befinden sich in dem Gebiet nur kleine Hobbygeflügelhaltungen. Allerdings wird der Landkreis Kassel eine Anleinpflicht für Hunde in den Gemarkungen Bergshausen, Dittershausen und Dennhausen entlang eines 50 Meter breiten Streifens entlang des Fuldaufers empfehlen. Auch Katzen sollten dort nicht frei laufen. Nähere Einzelheiten können bei der zuständigen Veterinärbehörde in Wolfhagen, Landkreis Kassel, erfragt werden.

Die landesweite Stallpflicht sowie das Verbot von Geflügelausstellungen gelten weiterhin. Alle örtlichen Veterinärbehörden und die sie unterstützenden Gemeinden sind aufgefordert, die flächendeckende Umsetzung der Stallpflicht sicher zu stellen. Dadurch werden Kontakte von Hausgeflügel mit Wildvögeln und deren Ausscheidungen und somit mögliche Infektionsverschleppungen vermieden. Das hessische Umweltministerium ist sich der großen Probleme der Stallpflicht für die Geflügelhaltung bewusst. Es weist aber darauf hin, dass dadurch in Hessen eine großflächige Verbreitung des Virus und das Keulen von Tierbeständen bisher verhindert werden konnte.

Auch die strengeren Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben – ob Kleinhaltung, zoologische Gärten oder Tierparks – sind weiterhin einzuhalten. Dazu gehören beispielsweise Desinfektionsmaßnahmen sowie Schuh- und Kleidungswechsel beim Betreten und Verlassen der Geflügelhaltungen. Ab dem 1. Februar 2017 gilt ein hessenweit grundsätzliches Jagdverbot auf Federwild. Hunde- und Katzenbesitzer wird auch weiterhin empfohlen, ihre Haustiere von toten oder kranken Wildvögeln fernzuhalten.

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