„Ziel verfehlt'

Ausrottung der Masern als Ziel der Weltgesundheitsorganisation in Deutschland nicht gelungenBis zum Jahr 2010 sollten Masern in Europa ausgerottet sei

Ausrottung der Masern als Ziel der Weltgesundheitsorganisation in Deutschland nicht gelungen

Bis zum Jahr 2010 sollten Masern in Europa ausgerottet sein, so das Ziel der Weltgesundheitsorganisation. Dieses Ziel konnte leider auch in Deutschland nicht eingehalten worden. Grund dafr ist die niedrige Impfrate. "Die Impfquote liegt nach Daten der Schuleingangsuntersuchungen lediglich bei 80 bis 85 Prozent. Dies reicht jedoch nicht aus, um die hoch ansteckende Erkrankung zu unterbinden. Dafr bentigt man zumindest eine Impfquote von 95 Prozent", erklrte jetzt Gesundheitsdezernentin Anne Janz. Auch wenn in vielen der 53 Lnder der WHO-Region Europa das Ziel einer Masernausrottung nicht gelungen sei, so stehe Deutschland doch europaweit an der Spitze mit jhrlich rund 800 bis 1000 Masernfllen und zwischen fnf und zehn Todesfllen.

Sehr viel besser seien die Zahlen in den skandinavischen Lnder, die Masern so gut wie gar nicht mehr kennen, und auch einige Entwicklungslnder htten bessere Impfraten als die Bundesrepublik Deutschland. "Leider weisen auch in der Region die Schuleingangsuntersuchungen hufig die fehlende zweite Impfung auf", so Janz. Diese zweite Impfung knne jederzeit nachgeholt werden und sei eine Kassenleistung fr alle Jugendlichen bis 17 Jahre", erklrte die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Dr. Karin Mller. "Die Erstimpfung wird als Kombinationsimpfung derzeit vom 11. bis 14. Lebensmonat empfohlen. Grund fr viele Eltern in Deutschland, ihre Kinder nicht impfen zu lassen, sind zum einen die Vergesslichkeit und zum anderen ein kaum auszurottendes Misstrauen gegen die Impfung, insbesondere gegen persnliche negative Einzelfallberichte auf impfkritischen Seiten im Internet. Eins der vielen unsinnigen Behauptungen ist die, dass die MMR-Impfung Autismus auslsen knne.

Diese Behauptung, die 1998 verffentlicht wurde, wurde in der Zwischenzeit mehrfach widerlegt. Auch die Darstellung, man selbst habe ja auch die Masern ohne Impfung gut berlebt, schtzt das eigene Kind nicht vor der gefhrlichsten durch Impfung vermeidbaren Krankheit." Fest stehe, dass ein mgliches Impfrisiko in keiner Relation steht zu dem Schutz einer Impfung. "Daher schtzen Sie Ihre Kinder, in dem Sie die von allen anerkannten Experten empfohlenen Impfung gegen die Masern vornehmen lassen. Jederzeit kann ein fehlender Impfschutz, auch spter, beispielsweise anlsslich einer Reise, nachgeholt werden", so Dr. Karin Mller.

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